nmuthiges Sarajevo! wie ein Diamant aus der Umfassung von Smaragden hebst du dich aus dem Grün der Ebene zu dem deiner Berge empor!« Es giebt nicht bald eine schönere Lage, als sie Bosniens Hauptstadt bietet. Von allen Seiten ist sie gedeckt; durch den Hum und Gradanj im Norden, *■ • , den Mali Orlovac und die Hrastova Glava im Osten, die Kapa, den Dragulac und den Debelo Brdo im Süden. Hinter diesen Kuppen erhebt sich das Gebirgsmassiv des Trebevic, Sarajevo förmlich abschliessend, sodass meist nach Südosten, nach den türkischen Ländern, nur ein schmaler Reitweg als Verbindung übrig blieb, der sich in schwindelnder Höhe an den Hängen des Trebevic, auf einer Seite begrenzt von dem steil abfallenden Flussbette der Miljacka, hinzog. Das änderte sich im Laufe der Zeiten so weit, dass die Häuser sich auch nach der Ebene im Westen hin ausdehnten, aber nie weiter, als sie noch direkt von den Gebirgen flankirt und gedeckt wurden. Heute ist das ganz anders. Wenn man aus dem Bahnhofsgebäude tritt, glaubt man sich in einer modernen, erst im Bau begriffenen Stadt, mit wenig Anklängen an den Orient. Der Bahnhof der Bosnabahn liegt weit draussen vor der Residenz, dort wo sich noch vor wenigen Jahren Wiesen und Felder ausdehnten, wo an der Landstrasse nur vereinzelte Kaffeebuden oder einige Bauernhäuser in den Zwetschkengärten von Pofaliö vorhanden waren. Heute hat der »Zug nach dem Westen« hier eine fabelhafte Ausdehnung gewonnen. Fürs Erste ist für Fahrgelegenheit gesorgt. Eine elektrische Bahn führt bis ins Herz der Stadt Sarajevo. — 47 —