237 sich landeinwärts erstreckende Meeresbucht ist, die in drei andere grosse Abtheilungen zerfällt, die folgende Namen haben, als: Punta d'Ostro, Combur und Le Catene. Diese drei grossen Busen bilden 9 andere kleine Busen. An der Ausmündung des Kanals, welche den Winden der Südstriche sehr blosgestellt ist, liegen zwei Scoglien, davon der eine der Scoglio di Xagnizza, der andere Scoglio della Madonna di Xagnizza heisst. Sie bilden drei Einfahrten. Die Haupteinfahrt ist zwischen der Punta d'Ostro und dem Scoglio della Madonna di Xagnizza. Sie ist ungefähr 900 Klafter breit. Die zweite ist zwischen dem Skoglio della Madonna di Xagnizza und Xagnizza, und beiläufig 500° breit. Die dritte, ungefähr 30 Klafter breite, ist zwischen der Landspitze des Festlandes (Punta di Xagnizza) und dem Scoglio della Madonna di Xagnizza. Die beiden ersten Einfahrten haben tiefes Wasser, die dritte nicht. Der Kanal von Cattaro wäre einer der besten Seehäfen, wenn er zu allen Jahreszeiten für das Ein- und Auslaufen der Schifte günstig wäre. Auch sind die Windstösse zu fürchten, welche östlich und westlich oft mit grösser Heftigkeit hervorbrechen. Die Tiefe des Kanals erreicht fast überall 100 bis 200 Fuss, daher auch die Hochseeschiffe bei der Rückkehr von einer Heise gewöhnlich vor den Häusern vor Anker liegen '). Bei den alten Geographen heisst dieser Kanal Sinus Rhizoni-cus von der Stadt Ithizinium (Risano). Der Kreis Cattaro hat auf der Landkarte betrachtet die Figur eines spitzwinkeligen Dreiecks. Die beiden längeren Seiten messen beiläufig 30 Miglien, die kürzeren 12 Mi glien. Ausser dem Scoglio S. Nicolo bei Budua gibt es keine andere Insel im Kreise. Der Kreis Cattaro ist seinem Flächenraume und seiner ') Die {(rosste bis jetzt bekannte Meerestiefe wurde am 30. Oktober 1852 laut öffentlichen Blittera von Kapitän Den ha m , welcher mit dem Schilfe llerald eine wissenschaftliche Seereise unternommen hatte, gefunden. Er son-dirle die Tiefe des Ozeans auf der Fahrt zwischen Rio Janeiro und dem Kb|) der guten Hoffnung unter dem 36° 49' südlicher Breite und 37° 6' westlicher Länge bei sehr ruhigem Meere. Nachdem 7706 Faden des Seiles abgewickelt waren, fasste das Blei fe-ten Boden. Man zog es mehrmals 50 Faden hoch vom Boden, und immer nahm es dieselbe Tiefe ein. Die Ab- uud Aiiiwickelung nahm 9% Stunden in Anspruch. Als das Seil nur mehr 140 unter der Wa>sertiuie war, brach dasselbe und das Blei sammt dem Thermometer, die an demselben befestigt waren, gingen verloren. Aus dieser Sondirung ergibt sich, dass die Tiefe des Meeres grösser ist, als die höchsten Berge der Erde. Der llimalaya misst uogefalir 27,000 Fuss über dem Meeresspiegel, also ist das Meer um 17,236 Fuss tiefer, als der tlimalaya hoch ist. Bei Gibraltar wurde die Tiefe, des mittelländischen Meeres zu »80 Faden = 5880 Fuss gefunden-