142 II. ZARA. grossen, regelmässigen Kreuzgewölben überdeckt ist. Der kleine Raum (3) zwischen der Sacristei und zwischen der Kirche ist mit einem Tonnengewölbe überdeckt und scheint ursprünglich eine kleine Capelle oder vielleicht die alte Sacristei gewesen zu sein. Was nun den Grundriss des Domes betrifft, so zeigt derselbe eine dreischiffige romanische Basilica mit abwechselnder Säulen- und Pfeilerstellung in den Arcaden, mit einer Krypta, mit Emporen und grossen und weiten Raumdimensionen. Denn sie ist, mit Ausnahme der Apsis, 21 Klafter lang und nahezu an 10 Klafter breit. Das Mittelschiff, das für eine horizontale Holzdecke berechnet war, hat eine Breite von nahezu 6 Klafter. Die Seitenschiffe, welche für Gewölbe berechnet waren, sind auch deswegen auffallend schmal. Gross und geräumig hingegen ist die Anlage der Apsis und interessant die der Krypta. Leider ist das Innere dieser Kirche durch viele Umbauten und Uebertünchungen sehr zerstört. Am besten in der Kirche ist die Haupt- und Seitenfacade er-Fis-3-*- halten. Tafel IX gibt ein Bild der Hauptfacade. Man sieht aus derselben die Analogie dieses Baues mit jenen romanischen Bauten Italiens, wie dieselben in den lombardischen Ebenen, wie zu Lucca u. s. f., Vorkommen. Die drei Schiffe der inneren Kirche sind nach aussen hin deutlich durch den hervorragenden Giebel des Mittelschiffes und die beiden mit Pultdächern bedeckten Giebel der Seitenschiffe bezeichnet. Jedes dieser Schiffe hat seinen Eingang; das Hauptschiff ein grosses Portal, jedes der beiden Seitenschiffe eine kleinere Thür. Die Flächen der gesammten Facade sind mit Blendarcaden geziert, die sich in mehreren Reihen theilweise mit Doppelsäulen über einander bewegen und sich oben am Dachgesimse mit ihren Rundbögen abschliessen.