stand der orientalischen Frage seit über dreißig Jahren, sowie zugleich den Sinn der auf den folgenden Seiten stehenden Enthüllungen nicht besser darstellen als mit der wörtlichen Wiederholung jener Sätze. „Die Stunde ist feierlich. Von den in Konstantinopel zu treffenden Entscheidungen hängt Krieg und Frieden ab. Ängstlich horcht Europa auf die Orakel, die der Telegraph von Stunde zu Stunde überbringt, und fragt sich, ob Unruhe oder Freude am Platze sei. „Führen die Verhandlungen zur Erhaltung des Friedens, so sei er willkommen. Nirgends wird größere Freude herrschen als in der Türkei, denn nirgends ist Friede, Ruhe und Gleichmut nötiger. Die Türkei braucht diese Ruhe, um sich von den Opfern zu erholen, die ihr zwanzig Jahre lang von verbrecherischen Umtrieben gieriger Nachbarn angezettelte Unruhen auferlegt haben. Sie braucht sie, um die Wunden zu heilen, die ihr zum Teil von den Fehlem einer mangelhaften Staatsverwaltung geschlagen worden. Sie braucht sie auch, um die heilungfördernden Einrichtungen zu entwickeln, die ihr Herrscher ihr soeben geschenkt hat. „Diese wenigen Zeilen werden den Geist, der die türkischen Vertreter bei den Unterhandlungen beseelt, besser schildern, als weitläufige Darlegungen es vermöchten. Die lobenswerten Bemühungen der Vertreter Europas, die auf friedliche Lösung zielen, finden bei uns sympathischen und dankbaren Widerhall. „Woran aber liegt es, daß die Arbeit der Diplomatie noch nicht zur Aussöhnung führt? Vielge- 2