138 15. Von Metkovic nach Mostar und Sarajevo. Narenta, worauf links das Rama-Tal sich öffnet. Nach Querung-des Kama-Flusses Station Rama. Die Bahn folgt nun den Windungen der Narenta, setzt über die Neretvica (»Kleine Narenta«) und erreicht über die Stationen Ostrozak und Lisicic die Station Konjica (122 Km. von Mostar, Restauration am Bahnhof, Gasthof Kaiser Franz Joseph). Die gleichnamige Stadt (mit 1600 meist mohammedanischen Bewohnern) liegt in einem Kessel zwischen hohen Bergen an beiden Ufern der Narenta, die hier in ihrem tief eingeschnittenen, geröllbedeckten Bette zu Zeiten Konjica. so seicht ist, daß sie stellenweise durchwatet werden kann. Schöne steinerne Bogenbrücke. Im Mittelalter spielte Konjica die Rolle eines GrenzhollWerkes zwischen dem Königreich Bosnien und der Grafschaft Chlum (Herzegovina). Als bemerkenswertes Ereignis ist jener Landtagsbeschluß im Jahre 1446 hervorzuheben, durch welchen etwa 40.000 »Bogumilen« (eine den Albigensern verwandte Sekte) gezwungen wurden, Bosnien zu verlassen. Sie siedelten sich in der Herzegovina an und die letzten Kaehkommen dieser merkwürdigen Sekte lebten noch in halb-vergangener Zeit in der Umgebung von Konjica. Nach der Ausfahrt aus der Station Konjica verläßt die Bahn das Tal der Narenta und tritt in das enge Tresanica-Tal ein. Hinter der Station Podrozac beginnt die Zahnstangenstrecke (mit Steigungen bis zu 60'*/,ft), welche bis zur Wasserscheidehöhe des Ivan-Sattels emporzieht und nur in den Stationen unterbrochen