56 2. Yon Triest naeli Pola. Decani erreicht. Der Ort (links) liegt etwa 2 Km. seitwärts in einer Talmulde, Auf der ganzen Fahrt bis hierher sieht man linker Hand (westlich) freundliche Ortschaften auf den teras-sierten, meist mit Oliven und Weingärten bepflanzten Abdachungen. — Nun durchschneidet die Bahn zum Teil die sumpfige Ebene des Risanobaches, tritt wieder hart ans Meer und gelangt zur Station von Capodistlia, das sich schon lange im Vorblicke zeigt und durch seine malerische insulare Lage auffällig ist (vgl. S. 37). — Weiterhin verbleibt die Bahn auf eine lange Strecke hart am Meere und fast im Niveau desselben (Steindamm), gelangt über die Haltestelle Semadella (westlicher Haltepunkt für Capo-distria, das im großen Bogen im Süden umfahren wird) und erreicht die Station Isola (S. 39) Der Charakter der Landschaft zeigt sich nun vielgestaltiger. Überall sieht man Terrassenkultur. Die Bahn wendet sich wieder landeinwärts und steigt mit großen Serpentinen das Gehänge hinan. Im Vorblick erscheint der Dom von Pirano auf seiner hoch aufgemauerten Terrasse. Es folgt ein kurzer Tunnel, worauf sich die Bahn in das Tal von Strignano hinabsenkt und bei der gleichnamigen Haltestelle wieder das Meer erreicht. — Nun in beträchtlicher Steigung aufwärts und durch einen Tunnel von 550 M. Länge (die westwärts sich erstreckende Halbinsel von Pirano abschneidend) hinab zur Station S. Lucia-Portorose. Haltepunkt für das Seebad Portorose (S. 48) und Pirano (S. 47). Omnibus am Bahnhofe. Fahrtdauer bis Portorose 1 ä, bis Pirano etwas über */2 Stunde. Im weiten Rund erstreckt sich die Bucht von Pirano. Auf der Weiterfahrt sieht man rechts die ausgedehnten Salinen von Sizziole (S. 47), au welche die Bahn bei der Haltestelle S. Bartolomeo hart herantritt. — Nun zur Station Sizziole, und, nach Westen ausgreifend, zur Haltestelle Salvore (S. 47), worauf die Bahn scharf nach Südosten wendet und in das Innere des Landes zieht, um erst bei der Endstation Parenzo wieder das Meer zu erreichen. Es kommen nun die malerischesten und auch technisch interessantesten Abschnitte der ganzen Linie. Bei der Haltestelle Markovac hat man einen anziehenden Rückblick auf die Bucht von Pirano, den Kurort Portorose und die Salinen von Sizziole. Es folgt ein ziemlich kupiertes Terrain, worauf die Station Buje erreicht wird. Die Stadt erhebt sich auf einem Bergkegel von 220 M. Höhe und diese isolierte Lage verschaffte ihr schon von Alters her die Bezeichnung >Spia d’Istria« (Spion Istriens). Im Mittelalter eine freie Stadt, wurde sie 1102 von dem