19. Von Ragusa nach Cattaro. 169 tilipi und Komaj wird die Station Gruda, der Hauptort des herrlichen Canalitales, berührt. (Vgl. S. 162). Im Weiteren Verlaufe steigt die Bahn wieder an, um den Scheitelpunkt in BOOM. Seehöhe zu erreichen. Er wird bei der Station Nagumanac mittels eines Tunnels überschritten und nun tritt der Schienenweg wieder auf hercegovinisches Gebiet, in jenen schmalen Streifen, der unter der Bezeichnung »Sutorina« durch lange Zeit eine geschichtliche Kolle gespielt hat. Weingärten, Maisfelder und Olivenhaine bedecken das malerische Tal. Prächtig ist der Blick auf die Buchten und Halbinseln, welche die Einfahrt in die Bocche bilden. Allmählich senkt sich die Bahn herab, die Stationen Sutorina und Igalo berührend (letzteres bereits auf dalmatinischem Gebiete) und erreicht Castelnuovo (siehe unten). Die Endstation der Linie ist Zelenika (zwischen beiden Stationen Tunnel), das über Meljine und Savina (vgl. S. 170) in 11 Minuten Fahrzeit (5 ICm.) erreicht wird. 19. Von Ragusa nach Cattaro. Der Dampfer schwenkt aus dem Hafen von Gravosa um die Halbinsel Lapad herum und nimmt den Kurs fast hart an der Küste. Der Anblick derselben ist ein höchst malerischer. Nachdem die Steilstürze der genannten Halbinsel passiert sind, sieht man den Villenort Pile auf der Küstenhöhe, hierauf das Fort S. Lorenzo, die Pille-Terrasse (Bersalje) die langgestreckte Wallmauer mit ihren Bastionen und den hoch darüber thronenden Gebäuden, schließlich den Vorort Ploce mit den Forts Molo und Ravelin. Die Insel Lacrotna deckt eine Zeit hindurch den Anblick der Küste. Hierauf kommt das Kloster S. Giacomo in Sieht. Vor der Ragusavecchia-Sueht liegen die Felseilande Mrkan und Bobara. — Südlicher wird das Gestade einförmiger. Die Berge zeigen weiche, runde Formen. Sie schließen das fruchtbare Canalital ein. Auf der Weiterfahrt tritt dicht vor dem Schiffe ein auf steilem Absturze liegendes Fort in den Blick — das nördliche »Sperrfort« am Eingänge der Bocche di Cattaro — Pnnta d’Ostro. Das Inselchen in der Mitte des Kanals trägt das Fort Mamula; auf der gegenüberliegenden Küste (Halbinsel Lustica) liegt das Fort von Punta d’Arca. — Hat man dieses befestigte Seetor zurückgelegt, so gewahrt man im Hintergründe das malerisch gelegene Städtchen Castelnuovo (Gasthöfe: Dulfo, Levko) mit alten Mauern und Forts. Die Zitadelle zu Häupten der Stadt ist das Fort