76 3. Pola. Brücke, welche vom Festlande nach dem » Scoglio Olivi« (Oliren-insel) führt. Vom Kai der letzteren tritt man zunächst des Inspektionshäuschens in den Innenraum der Schiffbau-Etablisse-ments. Man erhält nach Vorweisung des Erlaubnisscheines abermals einen Führer, der bei Besichtigung der Objekte in der Regel die nachfolgende Ordnung einhält: Die Schiffswerften, von denen zwei große gedeckte Räume darstellen (Eisenkonstruktion), in welchen Kriegsschiffe, geschützt gegen alle Wetterunbilden, gebaut werden können. Man besehe sich die Stapelplätze und die riesigen Schlitten für den Stapellauf. Sodann besichtige man die beiden Trockendocks (mit Schwimmtoren und Pumpwerken), von denen das neuere in größten Dimensionen konstruiert ist. Das Balancedock ist ein ungeheurer schwimmender Kasten mit hohlem Boden und langen, gleichfalls hohlen Seitenwänden; die Stirnseiten sind offen. Für gewöhnlich schwimmt dieser Kasten wie jedes andere Schiff. Wird aber in die hohlen Innenräume Wasser eingepumpt, so sinkt es abwärts, zuletzt so tief, daß selbst das größte Schiff durch eine der offenen Stirnseiten zwischen die beiden Seitenwände einfahren kann. Nun wird jenes festgemaeht, die Pumpen entfernen das Wasser aus den Hohlräumen und das Balancedock hibt sich samt seiner Last aus den Fluten. Ein anderes hochinteressantes Objekt ist das We rlcst ii ttens ch i ff »Cyklop«, mit vollständig eingerichteten Werkstätten, einer Schlosserei, einer Schmiede, einem Dampfhammer, einer kleinen Gießerei. Der »Cyklop« ist zur Zeit wohl nur mehr eine marinetechnische Rarität, da er seiner ursprünglichen Bestimmung, eine operierende Eskadre zu begleiten, um gegebenenfalls sofort (aueh auf hoher See) Reparaturen vornehmen zu können, wohl nicht mehr entspricht. — Zu den Werften zurückgekehrt, besichtige man noch das Mallboden-Gebäude (mit dem Saale, wo die einzelnen Schiffsteile in natürlicher Größe entworfen werden), die Schiffsschmiede und die Sägemaschine. Beim Inspektionshäuschea entlasse man den Führer. Die Umgebung von Bola. Sie bietet landschaftlich so gut wie nichts. Immerhin gibt es mehrere Punkte, welche eines Besuches wert sind. Wir empfehlen in Kürze folgende Ausflüge: _ a) Zu Fuß: 1. Nach den römischen Steinbriichen (2 Stunden hin und zurück); aus ihnen sind ganze Städte und hochberühmte Bauten hervorgegangen, unter anderem die Poleser Arena. Aquileja, Venedig und Ravenna bezogen ihr Material aus diesen Brüchen. 2. Über San Policarpo nach den Forts Max, Mussil und Maria Luise (2'/* Stunden hin und zurück). Auf dem Wege dahin die Marine-bchießstätte und der Marine-Friedhof. An der Küste südwärts die beiden Panzertürme Staja und Verudella. 3. Nach Stignano (3 Stunden hin und zurück) mit Besichtigung des Schlundteiches »Foiba«.