Einleitung. 13 so daß die Tour sich zu einer Reise rund um die adriatischen Küsten gestaltet! . . . Neuerdings wird Dalmatien vielfach als Durchzugsgebiet für Besucher Bosniens und der Hercegovina erwählt, da man mit Benützung der nunmehr durch die »okkupierten Provinzen« von der Save im Norden bis Metkovic im Südwesten und durch die südliche Hercegovina bis Gravosa (Ragusa) und Castelnuovo fertiggestellten Eisenbahnen eine Rundtour um die ganze nordwestliche Ecke der Balkanhalbinsel ausführen kann. Reisezeit. — Ausrüstung. — Kosten. Die beste Reisezeit für Dalmatien sind die Monate nach, beziehungsweise vor den Äquinoktialstürmen, also entweder Mai oder September. Der Aufenthalt auf Korfu gestaltet sich hauptsächlich im Winter, dann aber auch in einer Weise angenehm, wie an keinem anderen Orte des Adriatischen und Ionischen Meeres. Im Sommer herrscht in den südlichen Gegenden Dalmatiens eine intensive Hitze, der Winter dagegen ist, namentlich in Ragusa, außerordentlich angenehm, die Tage, an denen der Scirocco weht, Jausgenommen. Das Bora-Wetter, welches nur im Winter mit großer Intensität auftritt, ist für den Nordländer, wenigstens im Freien, weniger empfindlich. Dagegen wird derjenige, welcher in Dalmatien Winteraufenthalt nimmt, den in fast allen Privatwohnungen herrschenden Mangel an Öfen schwer empfinden. Es gilt hier dasselbe, was so vielfach und mit Recht von Italien ^behauptet wird: daß der Fremde im Lande die Unbilden der Witterung weit mehr empfindet, als der Eingeborene, der den mangelhaften Schutz gegen Kälte gewohnt ist. In kalten Wintern in Italien leiden bekanntlich die Russen am allermeisten. Seefahrten während des Sommers gehören zu den Zerstreuungen der angenehmsten Art. (Über den Winteraufenthalt auf Korfu, siehe dieses.) Was àie Reise-Ausrüstung anbetrifft, ist es vorteilhaft, nicht allzu großes Gepäck mitzunehmen. Im Sommer werden Wollkleider dem leichten Leinenanzuge vorzuziehen sein. Wer Touren - in das Innere oder vollends in die Hercegovina, nach Monte-i', negro oder ins Innere von Albanien zu unternehmen gedenkt, nehme sich einen ledernen Mantelsack mit, da anderes .Gepäck auf Reittouren nicht gut unterzubringen ist. Der klippige, oft mit messerscharfen Kalkstücken besäte Boden erfordert starkes Schuhwerk. Opanken (Bundschuhe), wie sich solcher die Eingeborenen bedienen, werden dem Ungewohnten eher beschwerlich als nützlich werden; auf nassem, schlüpfrigem Boden ist häufiges Stürzen fast unvermeidlich. Wer seine Augen schonen will, bediene sich im Sommer, wo die nackten Felsen und das viele Licht schmerzhaft werden, rauchgrauer Brillen. Als Kopf-