24 1. Triest Route Wien—Ragusa. I. Ausschließliche Landroute. 1. Gab ela (bei Metkovic)—Uskoplje—Zelenika (bei Castelnuovo in der Boccbe di Cattaro) und 2. Uskoplje—Gravosa (Ragusa), direkte Bahn tour von Wien bis Gravosa (und Castelnuovo) in zirka 87 Stunden. II. Kombinierte Land- und Seeroute. Wien ab 7'00 abends (Schnellzug ab Südbahnbof). Triest an 7-10 früh (des nächsten Tages),, Fahrtdauer: 12 Stunden 10 Minuten. Triest ab (Eilschiff) 8*30 früh. Gravosa an 7‘45 früh (des nächsten Tages). (Nur einmal wöchentlich, zur Zeit Donnerstag.) Fahrtdauer: 23 Stunden 15 Minuten, Wartezeit in Triest 1 Stunde 20 Minuten, zusammen s6 Stunden 35 Minuten. Beide Routen erfordern sonach ungefähr den gleichen Zeitaufwand, doch kann die Seeroute nur einmal in der Woche benützt werden, wogegen zur Benützung der Landroute täglich Gelegenheit gegeben ist. — Im allgemeinen empfiehlt sich die Seeroute zur Hinfahrt, die Landroute zur Rückfahrt. Die Wahl der Routen in umgekehrter Richtung ist nicht empfehlenswert. Näheres siehe im Abschnitte »Ragusa«. Bahnfahrt (direkter Schlafwagenverkehr) nach Triest: Von St. Petersburg 57 Stunden; von London (Schlafwagenverkehr ab Calais) 45 Stunden; von Paris 36 Stunden; von Berlin 31 Stunden.— Gesamtzeit-Aufwand zur Reise nach Rag’nsa: Von St. Petersburg 3 Tage 9 Stunden; von London 2 Tage 21 Stunden; von Paris 2 Tage 12 Stunden; von Berlin 2 Tage 7 Stunden. 1. Triest. Ankunft. Der erste Blick des Golfes von Triest ist außerordentlich anziehend. Nach stundenlanger Fahrt durch die öden Karstdistrikte zwischen Adelsberg und Nabresina wendet sich der Eisenbahnzug aus dem Innern des Festlandes zur Küste herab, die er ohne allen landschaftlichen Übergang nach Zurücklegung eines tiefen Felseinschnittes erreicht. Der Eeisende sieht mit einem Male (rechts) die weite, hellblaue Spiegelfläche des Adriatischen Meeres, mit hellen Fischersegeln darauf und das weite Halbrund des bergumrahmten Golfes. Von blauem Schleier umhüllt, zeigt sich die Stadt in der Ferne. Die Bahn senkt sich mit starkem Gefälle mehr und mehr zum Gestade hinab, herrlich präsentiert sich das Schloß Miramar und immer deutlicher treten die Einzelheiten des Triestiner Hafenbildes hervor. Man passiert die Station Grignano, zu deren Füßen Miramar liegt. Hart am Gestade sieht man die Fahrstraße, welche von Triest her nach dem Schlosse führt. Die Häusergruppe daran ist Barcola (S. Bortolo). Dann tritt (links) das Ufer zurück und zeigt pflanzengrüne Anhöhen, auf denen zahlreiche Landhäuschen und Villen schimmern. Zuletzt fährt der Zug (kurzer Tunnel) in den ausgedehnten Südbahnhof ein.