130 14. Von Spalato nach Metkovié. des Forts ist in der Regel nicht mit Formalitäten verbunden. — Von den Wällen herrliche Aussicht über das Küstenland von Spalato und die näheren Tnseln. Jenseits des Felskegels von Clissa kleben die Häuser des gleichnamigen Dorfes am Gehänge. Eisenbahnfahrt nach Knin. Die Strecke ist 132 Km. lang, die Fahrt währt zirka 43/4 Standen. Halbwegs befindet sich die Station Perkovii-Slivno, wo die Bahn nach Sebenico abzweigt (siehe S. 118). — Die Strecke ist von geringem Interesse. Die bedeutendste Zwischenstation ist Demiä, ein Städtchen von zirka 2000 Bewohnern in einer ergiebigen Steinkohlenregion. Das kleine Flüßchen, an welchem der Ort liegt, ist die Gikola. Dernii befand sich ein Jahrhundert lang in der Gewalt der Türken ; an sie erinnern das alte Schloß und die katholische Kirche, welche vordem eine Moschee war. Das größte und auffallendste Gebäude ist die noch aus den Zeiten der venezianischen Republik herrührende Kaserne. Von Derni§ gelangt man in 1 Stunde Fahrzeit zur Station Knin (siehe S. 112). 14. Von Spalato nach Metkovic. (Ausflug nach Mostar und Sarajevo.) Die Verbindung zur See zwischen Spalato und Metkovii wird durch die Dampferkurse von vier Schi ffahrts-Gesellschaften unterhalten. Es verkehren: der österreichische Lloyd, sodann die Dampfer Rismondo, die ungarisch-kroatische Dampfachiffahrts-Gesellschaft, Topid & Co. Die wichtigsten Stationen auf dieser Route sind: S. Pietro di Brazza (siehe S. 141). Almissa, ein kleines Städtchen mit etwa 1409 Einwohnern. Der Ort, damals befestigt, war im Mittelalter einer der Schlupfwinkel der Seeräubergeschwader, welche nach dem Zusammenbruche der Weltherrschaft Roms das Adriatische Meer unsicher machten und mehrfach in Kämpfe mit der Republik Venedig verwickelt wurden. Was Almissa dem Reisenden besonders interessant macht, das ist das Tal und die Wasserfälle der Cetina. Das Bett dieses Flusses wird zwischen Almissa und Duare s-tellenweise von gewaltigen Felsen eingeengt. Unterhalb von Duare fällt der Fluß in der „Mala Gubavica“ aus enger Felsschlucht etwa 5 M. tief in ein Wasserbecken hinab; eine Strecke weit stromauf befindet sich ein zweiter, viel bedeutenderer Katarakt — die sogenannte „Veliha Gubavica“. Der Wassersturz erfolgt aus einer Höhe von über 30 M. mit donnerähnlichem Getöse, liier sieht man überdies die Ruinen eines alten Bergschlosses. Die Cetina hat vor ihrer Mündung eine Sandbank angesetzt, welche Stauungen und Stagnierungen des Wassers verursacht. Diese Stauungen sind hauptsächlich Ursache, daß Almissa während des Winters häufig überschwemmt wird. . , dlmisaafliegt in einem Gebiete — die Voglizza genannt — das durch Jahr-nnaerte hindurch einen kleinen Freistaat bildete. Das Gebiet war begrenzt: im