2. Yon Triest nach Pola. 59 Haltestelle St. Anna (81'9 M. Seehöhe) erreicht. — Weiterhin durchschneidet die Bahn in einem tiefen, beiderseits mit Futtermauern versehenen Einschnitte den Weiler Lorencich, worauf sie zunächst den Srane-Potok auf einem 133'3 M. langen und 19 5 M. hohem Viadukt, sowie den Pozar-Potok auf einem 28 M. hohen Viadukt qnert. — Nun durch kupiertes Terrain und über die Schlucht von Cattmara auf einem 12 M. hohem Viadukt von 6 Öffnungen ä 10 M. Spannweite, sowie über die tief eingeschnittene Torrente Longera auf einem 32 M. hohen, 130'7 M. langen gemauertem Viadukt von 9 Öffnungen (6 a 10, 3 ä 12 M.), hinter welchem ein 224 M. langer Tunnel folgt. Weiterhin setzt die Bahn auf einem 21 M. hohen gewölbten Viadukte den Zestibach und durchschneidet zugleich die Landesgrenze zwischen Istrien und dem Stadtgebiete von Triest, worauf sie die Station Borst (218 29 M. Seehöhe) erreicht. — Auf ihrem weiteren Zuge führt die Bahn durch einen tiefen Einschnitt unter den Häusern von Horvati, setzt über tiefe, mit Gebirgs-schutt ausgefüllte Felsriffe, durchbricht die vorspringenden Felsköpfe in 4 kurzen Tunnels (von 22'3. 47'8, 82'2 und 97'5 M. Länge) und führt in der Folge, am Weiler Bottac vorbei, hoch über die Talsohle und in die Felsen eingeschnitten. Die Strecke hat hier vollkommen den Charakter einer Gebirgsbahn. Sie zieht an der Ruine Tabor vorüber und im Zuge zweier Kurven, an der Ortschaft Draga, wobei eine reichkultivierte Seitenmulde durchschnitten wird. Nun folgt ein 16 M. hoher Viadukt und ein Einschnitt, worauf die Bahn auf Dämmen über zwei größere Schluchten setzt. Weiterhin wird auf einem 20 M. hohen Viadukt der Nasirskibach gequert. Zuletzt windet sich die Bahn, teils in Felsen gehauen, teils auf Anschüttungen geführt, das Karstplateau hinan, letzteres in einer scharf gegen Westen ausholenden Kurve überquerend und erreicht die Scheitelstation Herpelje-Kozina in 490'7 M. Seehöhe. Das Maximalgefälle, 30 pro Mille, wird fast ununterbrochen auf der ganzen Linie beibehalten. Abzweigung nach Divafa, Station der Südbahn und Ausgangspunkt der Staatsbahn Divaöa—Pola. (Auf dieser Strecke erreicht die Bahn den höchsten Punkt [540 M.] unweit des Dorfes Rodig, rechts an der Poststraße. Weiterhin durchzieht die Bahn eine öde Gegend, in welcher die Karstnatur in ihrer typischen Gestaltung sich dem Beschauer darbietet und erreicht Divaea. Bahnhof-Hötel, Gasthof Mahorcic.) Von Herpelje-Kozina in der Richtung Pola genießt man eine interessante Fernsicht auf den Golf von Triest und im Hintergründe verdämmernd, auf die Alpenhöhen. Nächste Station ist