112 11. Von Zara in das Innere. Familie Subic den Beinamen »von Zrinj« (Zrinjski), oder kurzweg »Zriny« angenommen hat. Die Straße führt weiter nach Kistanje, wo sich ein Lokal-museum befindet, in welchem die Fundstücke von den vor-: erwähnten Ausgrabungen aufbewahrt werden. Landschaftlich bietet diese Gegend nichts, doch zählt sie zu den klassischen Städten Inner-Dalraatiens. Die Hochfläche ist von Ausläufern des Velebit durchzogen, über welche die Poststraße in das Kerkatal zieht. In diesem letzteren liegt Knill (Hotel Knin). Der Marktflecken (23C0 Einwohner), einst als Grenzort gegen die Türkei von Wichtigkeit, liegt male risch zwischen den Felsen des Kerkatales. Dieses letztere is> fruchtbar, doch Überschwemmungen und Versumpfungen ausgesetzt. An den Festungswerken (jetzt im Besitz des »Knineri kroatischen archäologischen Vereines«) haben Türken und Venezianer, Österreicher und Franzosen gebaut. Die ersteren konnten sich im XVII. Jahrhundert über 60 Jahre dauernd in diesem Grenzbollwerke festsetzen und behaupten. Besuchenswert ist dasj Lokalmuseum (im Franziskanerkloster, Konservator: Fra Luigil Marun), in welchem hauptsächlich kroatische Altertümer gesammelt werden. Eine halbe Stunde nordwestlich von Knin (bei dem Dorfe! Topolje) am Fuße des Berges Gersovac entspringt der Kerkafluß. Er wird gleich bei seinem Ursprünge von einem Gießbache gespeist, der, 22 M. über einen Felsen herabstürzend, im Sommer •den schönen, sogenannten Wasserfall von Topolje bildet und damit die Reihe jener, jetzt immer bekannter werdenden schönen Katarakte eröffnet, durch welche sich der Lauf der Kerka aus-.zeichnet. Die Kerka. Die gesamte Entwicklung des Flußlaufes mißt 60 Km. Das Gefälle ist schwach, besonders von Scardona abwärts, avo das Wasser bereits brakiscli ist. Die Ufer sind im allgemeinen felsig, das Flußbett, besonders von Scardon;i .abwärts, von gewaltigen Felsmaßen eingeengt. Das Bett führt im Oberlaufe Gerolle, im Unterlaufe Sand. Die Breite beträgt durchschnittlich 40M., bei Scar-dona 300 M. Die Tiefe ist von Scardona abwärts 6 — 7 M. Befahrbar ist. der Fluß mit Segelschiffen (30—50 Tonnengehalt) von Scardona abwärts. Über-] brückt ist die Kerka bei Topolje, Knin und bei lioneülap (alte Steinbrücke).j — Im Tale von Knin bildet die Kerka einige kleine Sümpfe und Weiher, zieht; langsamen Laufes nach Babadol, wo sieh der erste kleine Wassersturz befindet; dann durchzieht sie die »Bukovica«, einen wüsten, von Steinblöcken übersäetenl und nur vom Gestrüpp durch wucherten Landstrich. Talab folgen bei den Mühlen fl Jlilucica-Briet/ und Jirocia-Brieg zwei kleine Fälle. Unweit der weiter oben er-] wähnten römischen Bautenreste (sie gelten gemeinhin als solche eines Trajanschenl Triumphbogens) befindet sich der erste große Wasserfall: Mailanovic. Hier hat sich die Kerka durch ein tiefes Defiiee Bahn gebrochen, fällt von turmhohen Felsen eingeengt, in ganzer Stromweite über Felstrümmer und bricht sich in der Mitte an j einer Klippe derart, daß gewaltiger Gischt aufwirbelt. (Der Fall wird am besten! »yom Kloster St. Arcavgelo aus besucht). Dann zieht der Fluß, das schön gelegene!