1. Triest. 29 molos stehende Leuchtturm ist 33 Meter hoch. Zum Besuche desselben, beziehungsweise zum Aufstiege zur Laterne, ist für Fremde ein Erlaubnisschein nicht notwendig. Die Sehweite des Leuchtfeuers beträgt 16 Seemeilen. Auf der Flaggenstange werden die ankommenden Schiffe und ihre Flagge signalisiert. (Dem Turmwächter ein kleines Trinkgeld.) Unser Kundgang beginnt beim Leuchtturm, beziehungsweise beim Molo S. Teresa. Am südöstlichen Ende der Stadt (Weg nach S. Andrea) das alte zum Abbruche bestimmte Artillerie-Arsenal. Von dort längs der Eira Grumula auf den Josefsplatz — Piazza Giuseppina. Dem gleichnamigen Molo gerade gegenüber steht das Maximilian-Denkmal. Die Statue (nach Schillings Modell in Erzguß) zeigt den Kaiser in Admiralsuniform. Das Denkmal wurde am 3. April 1875 im Beisein des Kaisers Franz Josef (auf der Keise nach Dalmatien begriffen) enthüllt. Eines der Gebäude, welche den Josefsplatz einschließen, ist der Palazzo Revoltella mit dem Museo Civico lievoltella (Geöffnet an Wochentagen von 11—2 Uhr). Das Palais, eines der schönsten der Stadt, ist vom Ingenieur Sforzi (nach Hitzigs Plänen) erbaut. Gleich am Eingänge Marmorgruppe Magnis. Aufgang ins Vestibül des II. Stockes. Hier ein wirkungsvoller achteckiger Saal mit Skulpturen von Magni. Im Hauptsaal reich» Stukkaturarbeit (Oberlicht). Im I. Stock Gemäldesammlung. Weiter drüben auf der Piazza Lipsia die städtische Bibliothek — Biblioteca civica. (Über 50.000 Bände. Täglich geöffnet.) Die Kirche (rechts) ist die Beata Vergine del Soccorso (oder S. Antonio vecchio). Auf dem Leipziger Platze befinden sich die beiden bedeutendsten Sammlungen der Stadt: das Museo Civico Ferdinando Massimilliano (geöffnet am Mittwoch, Samstag und Sonntag von 11 — 1 Uhr) und das Museo civico d’Antichità (geöffnet am Sonntag von 11—1 Uhr), beide in demselben Gebäude (das erste im1 II. Stockwerke). Das Ferdinand Maximilian-Museum enthält eine sehenswerte Sammlung der Fauna des Adriatischen Meeres, eine Mineralien-Kollektion und das Herbarium Tommasinis und Biaso-lettos. Im II. Stockwerke des städtischen Altertumsmuseums: Sammlung aquilejischer Altertümer; im III, Stockwerke: Waffensammlung; ferner ein Mantel und Rock Maximilians. Von der Piazza Lipsia aus verfügen wir uns durch die Via di Cavana und Via San Sebastiano über den kleinen Platz Pozzo di Mare auf den stattlichen Hauptplatz — Piazza grande. Das große moderne Gebäude (rechts) ist der Munizipalpalast, schief gegenüber das Hotel Delorme, daneben Café Specchi; auf der dritten Seite palastartige Gebäude, auf der vierten ein kleiner öffentlicher Garten und das neue Lloyd-Palciis. Man beachte den mit figuralen Darstellungen verzierten Springbrunnen der There-