3. Pola 75 Kommandanten ausstellten. Dann ein prachtvoller silberner Tafelaufsatz, Subskriptionsgeschenk der Marine-Offiziere an Tegetthoff. Ferner eine blau-weiße Flagge, welche Don Juan d’Austria in der Schlacht bei Lepanto (1571) auf seinem Admiralsschiffe führte ; das prachtvolle, in einem Glaskasten stehende Modell des Linienschiffes »Cesare« und noch mehrere andere Modelle, darunter das in natürlicher Größe hergestellte Gipsmodel des das Grabdenkmal auf Lissa schmückenden Löwen. Weiterhin ethnographische Gegenstände; dann verschiedene Trophäen: italienische Geschosse aus der Schlacht von Lissa, ein Granatstück aus dem Gefechte von Helgoland (in einer Rapertwand steckend); tunisische, marokkanische und ägyptische Flaggen aus den Affären in den Jahren 1829 und 1839 (bei Arzilla, El Araisch, Tunis und Saida) und ein dänischer Wimpel aus den Gefechten von Sylt und För (1884), im' letzten Chinakriege erbeutete Geschütze und Banner usw. Das Gebäude hinter der Artillerie-Direktion ist die ArtillerieWerkstätte, jenes linker Hand das Torpedo-Depot (Eintritt ist nicht gestattet!), dahinter die Übungs- Werk Stätte, dann die Geschützhalle mit den großen Schiffsstücken auf Holzbettungen und einem Laufkran. Hierauf (links ) das Artillerie-Depot. Das nächste größere Gebäude enthält àie Gießerei mit Cupol-Öfen und Bronze-Schmelzöfen. Gegenüber der Gießerei befindet sich das chemische Laboratorium und eine Strecke weiter die Dampfhammerschmiede. Dieser gegenüber sehen wir das Aus- und Abrüstungsmagazin mit den unzähligen Dingen, deren ein Schiff bedarf. Es folgt die Werfte zum Bau der Lastboote und (zurück längs des Ufers) das Ketten- und Anker-Magazin, das interessante Bootsmagazin, wo über- und nebeneinander zahlreiche Boote und Barkassen, ja sogar venezianische Gondeln aufgespeichert sind. Am Ufer daneben ragt der Scherenkran empor. Wir kommen dann in der Folge zu der Kesselschmiede und zu dem Maschinensaal. Von minderem Interesse sind die Holzbearbeitungs-Werkstätte, Schiffsbauschmiede und Maschinentischlerei. Es folgen weiter noch die Käumlichkeiten für die Kudermacher und Blockschneider, die Bootswerkstätte und das Hauptmagazin. Im letzteren befindet sich die »Silberkammer«, welche das Tafelservice und Silbergeschirr für die Offiziers-Messen der einzelnen Schiffe enthält. Wenn man mit der Besichtigung des Arsenals fertig ist, nehme man den Rückweg hart am Kai. Hier liegt nämlich jederzeit eine größere Zahl von Panzerschiffen (meist abgerüstet) vertäut. Der Führer ladet in der Kegel den Gast ein, eines der ausgerüsteten Schlachtschiffe zu besichtigen. Eine derartige Besichtigung bietet mannigfache Anregung. Man benütze daher die Gelegenheit. b) Die Oliveninsel. Man verfüge sich, nachdem man das Arsenal verlassen, nach dem nördlichen Hafenkai und begebe sich über die eiserne