Dalmatien 7 bau liat vorzügliche Resultate ergeben. — Die Viehzucht steht gleich dem Ackerbau auf niedriger Stufe und leidet insbesondere durch den ungenügenden Futteranbau. Der Dalmatiner ist mehr Hirt als Viehzüchter. — Die Seidenzucht ist neuerdings wieder in Aufnahme begriffen. An Jagdwild ist kein Mangel, zumal an Wassergeflügel und Steinhühnern. Von giftigen Tieren wäre namentlich die Sandviper zu erwähnen, die am häufigsten auf der Insel Meleda angetroffen wird. Sehr beachtenswert ist der Fischfang, für die Küstenbevölkerung nebst der Schiffahrt fast der einzige Ernährungszweig. Die adriatischen Gewässer beherbergen 22 Arten genießbarer Fische. Thunfische werden vornehmlich bei Arbe und Pago, Lissa und Lesina gefangen, Sardellen hauptsächlich bei Lissa; außerdem zählen der Branzin, Rombo, die Aale und Scombri, dann die Meeräschen zu den beliebtesten Fischen. Eine Spezialität ist der gehörnte Dental in den Gewässern von Sebenico. Als andere Meeresprodukte erwähnen wir die Austern, Hummern, Korallen und Seeschwämme. Delphine sind häufig, in den letzteren Jahren zeigten sich auch öfters Haie. Der Bergbau beschränkt sich auf die Gewinnung von Asphalt und Braunkohle. Seesalzerzeugung wird auf Arbe, Pago, dann in Stagno und auf Sabioncello betrieben. Die technische Kultur spielt in Dalmatien, wie es nicht anders sein kann, eine sehr bescheidene Rolle. Am bemerkenswertesten ist der Schiffbau, der am rührigsten in Gravosa, Milna (Brazza) und Curzola betrieben wird In den letzten Jahren sind elektrische Kraftanlagen an der Kerka erstanden und andere (an der Cetina) im Werden begriffen. Ein sehr bekanntes Produkt dalmatinischer Industrie bildet der aus Steinweichseln erzeugte Maraschino, von dem jährlich , etwa 1880 Meterzentner außer Landes gebracht werden. Handelskammern befinden sich in Zara, Spalato und Ragusa. Die wichtigsten Beförderungsmittel zu Lande sind: die dalmatinische Staatsbahn von Spalato über Perkovid-Slivno nach Knin (132 Km.) und von Perkoviö-Slivno nach Sebenico, 27 Km. Von Metkovic geht die bosnisch-hercegovinische Staatsbahn nach Gabela und Mostar, von Gabela (seit 1901) nach Hum (Trebinje), Uskoplje und Glavac, von Uskoplje die dalmatinieche Staatsbahn nach Gravosa einerseits, von Glavac nach Castelnuovo und Zelenika anderseits (gleichfalls seit 1901). Von den Straßen ist die wichtigste die sogenannte Strada rnaestra interna. Sie beginnt bei Prives an der Grenze von Kroatien, unweit von Knin, zieht den Sümpfen von Knin ausweichend, nach Topolje, wo sie den gleichnamigen Berg übersteigt und in die Talebene von Polazza hinabführt. Von hier