2. Von Triest nach Poli 45 Baumgruppen besetzte Matte sieht, welche sich in der Nähe des Direktionsgebäudes ausbreitet, so würde man meinen, sich nicht im Karstgebiete, sondern in einem englischen Park zu befinden. Von Lipizza gelangt man in >/2 Fahrstunde nach Sessana, einer beliebten Sommerfrische der Triestiner mit H6tel und Garten. (Von Triest über Opcina direkt nach Sessana sind es 2 Fahrstunden.) 2. Von Triest nach Pola. Wer zur Reise nach Dalmatien die direkte Eildcmpferlinie benützt, bekommt die nachstehend geschilderten Örtlichkeiten an der Küste von Istrien nicht zu Gesicht. Wenn diese Küstenfahrt gleichwohl eingehender behandelt ist, geschah es in der Erwägung, daß der eine oder andere Reisende, dem es mit seiner Dalmatienfahrt nicht eilt, vielleicht Interesse an diesen Landschaften nimmt und entweder ihre Küstenstädte durch Benützung der Lokaldampfer, oder ihre Binnenorte auf einer kurzen Eisenbahnfahrt kennen lernen möchte. In diesem Betracht ergeben sich drei Touren: o) Die Landronte (Bahnfahrt) von Triest über Eerpelje-Kozina (beziehungsweise Divaga— Herpelje—Kozina) nach Pola (mit Abzweigung von Can/anaro nach jRovigno); b, die Seeroute von Triest längs der Westküste der Halbinsel bis Pola, mit oder ohne Berührnng von Zwischenstationen; c) die kombinierte Land- nnd Seeroute von Triest auf der schmalspurigen Lokalbahn St. Andrea-Parenzo und von hier mittels Dampfer nach Pola. Die beiden Bahnlinien kommen sich an zwei Stellen so nahe, daß auch der Übergang von der einen Linie auf die andere in die Reisekombinationen einbezogen werden kann: Zwischen Montona (Lokalbahn) und Pinguente (k. k. Staatshahn, 3'/2 Stunden Postfahrt für Kronen 2.50; die Stadt Pinguente liegt l‘/4 Stunden von der gleichnamigen Station) und zwischen Montona und Pisino (k. k. Staatsbahn, 3 Stunden Postfahrt für Kronen 2.—). Die erstgenannte Zwischenroute ist die landschaftlich malerischere und demnach empfehlenswerter. "Überdies ist die Postverbindung Montona-Pisino ungünstig, da sie in der Nacht erfolgt. Privat-führwerk billig. Wir behandeln zunächst die Seeroute, dann die kombinierte Land- und See-route und kommen zum Schlüsse auf die Eisenbahnfahrt Pola-Divaca, auf der wir das Land verlassen, zu sprechen. Längs der Küste von Istrien von Triest nach Fola. (Seefahrt in 4 Stunden mit Eilschiff, mit Postschiff in 6 Stunden, mit Lokaldampfer 7—8 Stunden.) Der Dampfer verläßt die alte Reede, wendet um den Leucht-turm herum und nimmt den Kurs Südwest. Unmittelbar hierauf öffnet sich links (SO.) die liebliche Bucht von Muggia. Die vorspringenden Kaps, die nun passiert werden, sind die Punta Sottile und Punta Grossa. Nach halbstündiger Fahrt links die große Bucht von Capodìstria (siehe S. 37) mit der Stadt gleichen Namens im Hintergründe. Eine Strecke weiter westlich: Isola, kleines Städtchen in weinreicher Landschaft. Der Refosco d’isola, ein süßer, schwarzer Wein (ohne Aroma), ist auch unter den fremden Reisenden sehr beliebt. Sardinenfabrik. Nach einiger Zeit eiblickt man ein nach Westen ausspringendes Vorgebirge mit dem Dom von PirctnOj der an der Nord-