Zur Geschichte von Dalmatien. 9 37 [600 L Chr. 1 620 640 680 803 819 £23 850 1052 1089 1242 1342 1345 störte die Hauptstadt Delminium, doch mußten die Sieger aus strategischen Gründen das eroberte Gebiet wieder räumen. Erst 119 Jahre später wurden die Dalmater gänzlich bezwungen und zwar durch den Konsul L. Metellus. Als römische Provinz grenzte Dalmatien im Norden an Pannonien, im Westen an Liburnien bis zur Kerka und an das Adriatische Meer bis zur Mündung der ßojana im nördlichen Albanien. — In der langen Epoche der römischen Herrschaft gab es fast gar keine bemerkenswerten Zwischenfälle. Erst mit Beginn des VII. Jahrhunderts n. Chr. begannen die Verhältnisse eine andere Gestalt anzunehmen. Es erfolgte die erste Verheerung des Landes durch Slaven, dann unter dem Kaiser HeraJclius (610—651) um das Jahr 620 die Einwanderung der Chrobaten und Sorben. Sie zerstörten Salona und Epidaurus, vertrieben die Avaren und machten sich seßhaft. Etwa um 6»0 hatten sie die Oberhoheit der Romäer (Byzantiner) anerkannt. So hatte Dalmatien seine jetzige Bevölkerung bis zur Narenta erhalten, während die südlicheren Landesteile die ihrige einer späteren Einwanderung der Serben verdanken. Kaiser Karl d. Gr. dehnte seine Herrschaft weit hinab an der Ostküste der Adria aus und Dalmatien ward zum Zankapfel zwischen ihm und dem byzantinischen Kaisertum. Die Kroaten hatte er besiegt und im Jahre 803 der Mark FriauZ untergeordnet. Als aber auch die Küstenstädte Dalmatiens und die römischen Bewohner sich der Frankenmacht freiwillig unterwarfen, gab es neue Reibungen, so daß schließlich Karl auf eine Reihe dalmatinischer Küstenstädte Verzicht leistete. Liburnien und das Festland Dalmatiens bis etwa zur Cetina scheinen dagegen in der fränkischen Machtsphäre geblieben zu sein. — Der slavischen Bevölkerung blieben ihre nationalen Fürsten belassen und bei der Empörung Lindevits (819 bis 823) gegen die fränkische Herrschaft standen die dalmatinischen Chrobaten auf Seite der letzteren gegen Lindevit. Bald zeigte sieh jedoch die Ohnmacht der Karolinger darin, daß sie in den Kämpfen der Bulgaren mit den Chrobaten und Serben müßige Zuseher blieben. Als vollends unter Basilius den Makedonier in der zweiten Hälfte des IX. Jahrhunderts eine kräftige Hand die Zügel in Byzanz führte, kamen die alten Hoheitsrechte des letzteren über Dalmatien wieder zur Geltung. Die Venezianer, die allmählich an den Küsten von Dalmatien festen Fuß zu fassen begannen, nahmen die den Seeraub treibenden Narentinern ausgesetzten Seestädte und den ganzen Küstenstrich unter ihren Schutz, und seit dieser Zeit führte der Doge den Titel eines Herzogs von Dalmatien. KreSimir Peter, König der Kroaten, führte einen langwierigen Krieg gegen, die venezianische Republik und nahm 1052 den Titel eines Königs von Dalmatien an. Das Land hatte demnach im Laufe dreier Jahrhunderte dreimal die Oberhoheit gewechselt. Unter dem genannten König erlebte das Kroatenreich seine letzte Blütezeit. König Zvonimir (f 1089) stützte sich bereits auf das aufstrebende Arpadenreich, und nach dem Tode des letzten kroatischen Königs in Dalmatien, Stephan, Kresimirs Neffen, berief eine Partei den Ungarkönig Ladislaus den Heiligen zur Regierung. Ihm huldigten auch bald die meisten Stammfürsten. Sein Nachfolger Kolomari vollendete die Vereinigung Dalmatiens bis zur Narenta mit Ungarn. — In diesem Zeiträume, welcher mit den Kämpfen zwischen Ungarn, dem byzantinischen Kaiserreiche und der rasch erstarkten Republik Venedig ausgefüllt ist, ist der Einfall der Mongolen (1242) besonders bemerkenswert. Nach dem Tode des letzten Arpaden gelangte Karl Robert aus dem Hause Anjou auf den ungarischen Thron. Sein Nachfolger war Ludwig der Große, Venedigs größter Bedränger in jener Zeit. Dieses hatte die größeren Küstenstädte zu behaupten gewußt und fand nebenher werktätige Unterstützung seitens der einheimischen Fürstenhäuser. — Im Jahre 1345 erfolgte der Einmarsch Ludwigs des Großen in Dalmatien. Damals huldigte auch das venezianische Zara dem König und Venedig verabsäumte nicht, die Stadt für diese Treulosigkeit zu züchtigen Aber