26 1* Triest. Goldoni). — Politeama Rossetti (Acquedotto). — Anfiteatro Fenice (Via Stadion 6), Im Sommer sind alle Theater geschlossen. Es müssen zwei Billette gelöst werden; Die Eintrittskarte (ingresso) und ^er Sitzplatz (posto distinto) oder die Loge (palco) ; die erstere wird im Foyer abgenommen, die Karte für den Sitzplatz (oder Loge) dient zur Legitimation. Garderobezwang besteht nicht. Man merke sich folgende Bezeichnungen: Palco primo, secondo ordine (Loge 1., 2. Bang), Poltroncina (Fauteuilsitz im Parterre), Scanno (rückwärtiger Parterre sitz), Platea (Parterre), Gradinata (Sitz im Halbrunde der Parterrelogen), Galleria 1., 2., 3. (Galeriesitz). Loggio ist die oberste Galerie, die nur von den unteren Klassen benützt wird. Museen: Civico Museo Ferdinando-Massimiliano (naturhistorisches Museum mit interessanter Fauna) an der Piazza Lipsia in der Accademia di commercio. In demselben Gebäude: Museo d’antichità (Altertumsmuseum). — Civico Museo Rivoltella (Skulpturen von Magni), Via della Sanità 2. — Museo lapidario triestino ed aquileiese (mit Winckelmanns Grab), in der Via della Cattedrale (von 10—12 Uhr geöffnet; zu anderen Tagesstunden dem Kirchendiener von S. Giusto, der das Museum öffnet, 60 Heller). Hervorragende Gebäude: Das neue Rathaus (Palazzo Communale oder il Municipio) an der Piazza Grande; das neue Post- und Telegraphengebäude; das Tergesteum (Tergesteo) mit großem Lesesaal, der Börse, Buchdruekerei und mehreren Redaktionsbureaux ; der neue Lloyd-Palast; der Palast Carciotti an der gleichnamigen Riva neben dem Ponte Verdi ; der Palast Panfilli am Stationsplatz ; der Palast Genei an der Piazza del Ponte rosso, das allgemeine Krankenhaus, das neue Aufnahmsgebäude am Südbahnhofe und eine große Zahl von Neubauten, die allerdings-zumeist an der monotonen Eleganz des modernen Baustils leiden. Belustigungsorte : Giardino pubblico (jenseits der Via Stadion) mit Re-stauration und Café. Im Sommer- abends Promenadekonzert — Via Acquedotto, Promenadeweg zum Boschetto; im letzteren Restaurationsgarten, Tramway station. — Höher oben (3/4 Stunden von Triest) »Zum Jäger« (Al caciatore) Restauration, daneben die Villa Ferdinandea. — Außerdem Spaziergang nach der Bucht von Muggia. — Passegio di Sant' Andrea, J/8 Stunde südlich der Stadt (Winterpromenade). — Opcina, 1 Stunde im Norden der Stadt auf der Küstenhöhe mit herrlicher Aussicht auf den ganzen Golf von Triest (Hotel und Pension »Ah’ Obelisco«.)* Im Orte Gastliof Daneu (gut). Post, Telegraph und Finanz, vere’nigt im neuen palastähnlichen Gebäude (Piazza della Posta). Buchhandlungen : Beno May (Korso 2) ; F. //. ScMmpff (Börseplatz), Julius Dase (Via S. Nicolò) ; Ettore Vram (Korso). Fremdenführer. In den Gasthöfen; per Person und Tag Kronen 4.—. Triest (ital. Trieste, slav. Trst} das Tergeste der Römer), schon von alters berühmt als hervorragendes Handelsemporium, ist Österreich-Ungarns größter Seehafen und die bedeutendste Seehandelsstadt im Adriatischen Meere. (1900: zirka 150.000 Bewohner, mit dem Stadtgebiet um 40.000 mehr.) Die Stadt hat ein wesentlich anderes Gepräge, je nachdem man die winkelige, zum Kastellberge ansteigende Altstadt, oder die regelmäßig in Häuserblocks mit quadratischer Grundfläche erbaute Neustadt vor Augen hat. Die letztere, nun bereits von beträchtlicher Ausdehnung, ist durchwegs von breiten, im rechten Winkel sich schneidenden Gassen (vorzügliches Pflaster!) durchzogen. Alle Hotels, die Theater, die hervorragenden Neubauten, Post, Telegraphenamt, Buchhandlungen, Restaurants und Bierhallen, desgleichen die eleganten Cafés liegen in der Neustadt. Dagegen besitzt die Altstadt einige monumentale Bauwerke aus älterer Zeit, das Einzige, was in Triest von antiquarischem Interesse ist. Die