168 18. Von Ragusa in das Hinterland. polje, eines merkwürdigen Längstales, welches die gleiche Naturerscheinung darbietet, wie der berühmte Zirknitzersee in Krain. Der Talboden, den die Trebinsica durchfließt, enthält nämlich zahlreiche Saug- und Speilöcher, welche bewirken, daß das Talbecken zeitweilig trocken liegt und angebaut wird (vom Juni ab), um mit Eintritt des Herbstes durch die plötzlich aus unterirdischen Reservoirs hervorquellenden Wassermassen in einen See verwandelt zu werden. Die Fahrt geht über die Stationen Jaseniea und Poljice, wo das Popovopolje die größte Breite erreicht, stets hoch über demselben ziehend zur Station Zavela und weiterhin zur Station Itavno, wo sich das Tal verengt. Die Bahn windet sich in vielen Kurven, die Stationen Veljamedja und Tarkovic berührend, bis zur Station Hutovo, wo sie das Popovopolje verläßt, durch ein Defileo über die Stationen Hrasno und Dubravica in die Niederung der Narenta eintritt und die Station Gabela erreicht. Von hier nach Mostar und Sarajevo siehe S. 1-32. 8. Gravosa—Castelnuovo. Von Gravosa bis Uskoplje (k. k. österreichische Staatsbahnen), 16 Km., Fahrzeit 55 Minuten bis 1 Stunde 16 Minuten (für I. Klasse Kronen 1.72, II. Klasse Kronen 1.30). — Von Uskoplje bis Castelnuovo, beziehungsweise Zelenika (teils Bosnisch-hercegovinische, teils k. k. Staatsbahnen, je nachdem die Linie hercegovinisches oder dalmatinisches Gebiet in dreimaligem Wechsel, durchzieht), 78 Km., Fahrzeit 4 Stunden 51 Minuten (für I. Klasse Kronen 6.36, II. Klasse Kronen 4‘76). Von Gravosa nach Uskoplje siehe S. 165. In Uskoplje umsteigen. Nach der Ausfahrt aus der Station geht es eine Weile auf der eben befahrenen Strecke zurück, worauf die Abzweigung erfolgt, die bis zur dalmatinischen Grenze fast parallel verläuft. Kurz zuvor wird die Fahrstraße nach Trebinje gequert. Es geht nun durch eine schluchtartige Verengung (links das Defilee von Drieno mit den alten türkischen Wachthäusern, um welche im Aufstande 1875 zwischen Insurgenten und Türken hart gekämpft wurde) und längs des Nordostabfalles des dunkelgrünen, scharfkantigen Malasticaberges. Die Gegend ist völlig vereinsamt. Nach fast einstündiger ununterbrochener Fahrt wird die Station Glavska erreicht, hinter welcher die Bahn auf dalmatinisches Gebiet Übertritt. Die Bahn senkt sich nun in großen Windungen über die Stationen Brotnice und Mihanice zur Station Bagusavecchia herab. (Vgl. S. 162). Weiterhin folgt sie der alten Poststraße Ragusa—Castelnuovo, doch wurde vielfach der Raum für das Bahnplanum durch kühne Kurven, Aufmauerungen, tiefe Einschnitte und Tunnels dem Terrain abgerungen. Über die Stationen