150 17. Von Spalato nach Ragusa. 17. Von Spalato nach Ragusa. Nachdem der Dampfer Spalato verlassen und den einen oder anderen Hafen der Inseln Solta, Brazza, Lesina und Lissa angelaufen hat, lenkt er in den schmalen Kanal zwischen der Insel Curzola und der langgestreckten Halbinsel Sabioncello. Sie ist sehr gebirgig. Die Berge fallen steil zum Meere ab, namentlich an der Westseite. Vom Monte Vipera, nordwestlich von Orebic (siehe unten) teilt sich das Gebirge in zwei Züge, wovon der eine den Canale di Narenta entlang, der andere längs der Südküste zieht, um sich an der schmalen Stelle der Halbinsel, am Porto Giuliana, ungefähr 22 Km. von seinem Teilungspunkte, wieder zu vereinigen. Diese Bergzüge schließen drei fruchtbare Täler ein: Cunna, Brieita und Stagno. Die Siidkiiste der Halbinsel, an welcher der Dampfer vorübersteuert, präsentiert sich sehr malerisch. Bald nachdem man die äußerste Westspitze passiert hat, erhebt sich vor dem Beschauer ein einsames, von Zypressen umgebenes Kirchlein — S. Giovanni — auf breiter Uferhöhe. Im Hintergründe, durch den Canale di Narenta getrennt, verschwimmen die nackten Uferhöhen des Festlandes. In der Folge wird die Küste immer steiler. Hübsche Landhäuser und ganze Ortschaften liegen am grünen Gehänge. Die Szenerie wird am schönsten bei La Madonna del Rosario, wo sich eine Bucht mit einer hellen Häuserzeile öffnet und die gleichnamige Kirche im Meere sich spiegelt. Die Berge im Innern zeigen bedeutende Höhen, sind aber fast vollständig kahl. Etwas südlicher zeigt sich der Monte Vipera, die höchste Bodenanschwellung der Halbinsel. Die ganze Küste ist gesäumt von Wohnhäusern, meist Kuhesitzen von dalmatinischen Merkantil-Kapitänen, von denen die Halbinsel ein großes Kontingent stellt. Endlich gelangt der Dampfer auf die Höhe von Cnrzola. Siehe S. 147. Schräg gegenüber, in freundlicher Lage am Meere zeigt sich Orebii, der bedeutendste Ort der Halbinsel, sonst aber ohne Interesse. Es werden einige mitten im Schiffahrtskanal gelegene Klippeneilande passiert und die Uferortschaften (links) Postuba und Boric, welche auf den steilen Küstenabsätzen des Monte Suchine liegen. An der östlichen Spitze der Insel Curzola sieht man die Steinbrüche des Eilandes Petraja. Nun öffnet sich (rechts) der Schiffahrtskanal und der Blick fällt auf die offene See. Gerade vor dem Beschauer, der seinen Blick nach Südwesten wendet, liegt die Insel Lagosta (S. 149) und näher zu ein Kranz von Klippen, welche der Schiffahrt gefährlich sind. Aus diesem Grunde befindet sich auf der östlichsten dieser Klippen — dem Felsen Glaval — ein Leuchtturm.