Dalmatien. 3 dalmatinische Küste, hauptsächlich nach dem Hafen von Lesina. Der Meeresgrund ist teils felsig, teils schlammig. Die Tiefe des Meeres längs der Küste ist sehr verschieden. Am seichtesten ist - der Quarnero, wo die Sonden nirgends 50 M. übersteigen. Auf dem Gebietsteile, der sich südlich vom Cap Promontor in Istrien bis auf die Höhe der Zaratiniechen Eilande erstreckt, wechselt die Tiefe zwischen 50 und 100 M. An der Insel Slanina (bei Sebenico), gegen die Mitte des Adria-Beckens hin, senkt sich der Meeresboden nach und nach bis auf 200 M. Gegen Süden nehmen die Tiefen beträchtlich zu; so auf der Strecke von Meleda südwärts in die offene See hinaus auf 500 und 1000 M. und zuletzt auf 1590 M. Die letztere Stelle ist der tiefste Punkt des gesamten Adria-Beckens. Man erhält dieselbe, wenn man Cattaro mit Brindisi durch eine gerade Linie verbindet. Die betreffende Stelle liegt im zweiten Drittel dieser Linie (von Cattaro ab . r gemessen), also allerdings erheblich näher an der italienischen Küste. Ebbe und Flut zeigen an der dalmatinischen Küste geringe Differenzen. — Strömungen gibt es stetige, Haupt- und Neben Strömungen. Die stetige herrscht von Korfu ab und berührt das ganze Küstenland bis zum Quarnero, den sie durchschneidet, um längs der Küste von Istrien nach Venedig zu verlaufen. Diese Strömung erleidet in den Kanälen von Dalmatien und im Quarnero mannigfache Abweichungen und sind hier Gegenströmungen bemerkbar. Die Hauptströmung entfernt sich mehr oder weniger von der Küste, je nach der jeweiligen Richtung, die sie einhält. > Bei großen, tief ins Land eingreifenden Buchten spürt man sie noch auf 15—25 Km. Entfernung. Die Strömung macht sich nur in einer Tiefe von 6—8 M. bemerkbar. Die Nebenströmungen treten im Bereiche der Inseln auf und zwar namentlich bei Lissa und den Scoglien Pelagosa und Pianosa. Diese Strömungen haben eine weit größere Geschwindigkeit als die Hauptströmung; stellen-weise schließen sie einen Kreis und erzeugen dieser Art Wirbel, J welche der Schiffahrt gefährlich sind. Die herrschenden Winde sind Scirocco (SO.) und Bora (meist NO., auch O.), Tramontana (N.), Libeccio (SW.), Maestral (NW.) und Ostro (S.). — Die Bora hält keinen bestimmten Windstrich ein, sondern weht allemal in einer Richtung, welche senkrecht auf der Streichungsachse der Küstengebirge steht. In Dalmatien gibt es, der vorherrschenden Karstformation I wegen, wenig größere Flüsse. Hauptsächlich zu nennen wären: die Zermanja (deren Oberlauf in Kroatien liegt); die Kerlca, welche in den Dinarischen Alpen entspringt; die Cetina (gleichfalls in der Dinara entspringend) und die Narenta, von der nur das letzte Stück des Unterlaufes auf dalmatinischem Gebiete läuft.