160 17. Von Spalato nach Kagusa. oder man wendet sich links über die breiten Aufsteigetreppen nach dem oberen Stadtteil. Das stattliche Gebäude, welches auf die Uferhöhe thront, ist das Militärspital (früher Jesuitenkloster und Collegium Ragusinum aus dem Jahre 1765), weiter folgen die Kaserne und das Verpflegsmagazi7i, welches merkwürdige,, tief in den felsigen Boden abgeteufte Getreideschachte besitzt... . Von dem höchsten Punkte der Stadt genießt man ein interessantes Bild von der Küstenlinie, dem felsigen Steilsturz und den Stadtbefestigungen. Man wähle den direkten Abstieg durch die ungemein lange Treppengasse bei der Kaserne, durch eine der vielen Quergassen direkt nach dem Stradone, den man quert, um eine der jenseits-korrespondierenden Quergassen zurückzulegen. Man gelangt so auf die Parallelgasse, welche das nördliche Bergviertel der Stadt der Länge nach durchzieht. Zuletzt steigt man eine Quergasse herab und steht wieder vor der Dogana und der Hauptwache. Von dort trete man unter das Tor mit dem Uhrturm. Der ansteigende, von hoher Mauer eingefaßte ßampengang führt zur Porta Ploce, dem Osttore Ragusas. Rechts öffnet sich eine Pforte zu dem kleinen Hafen von Ragusa (Cassone); links liegt das Dominikanerkloster. Gotische und romanische Formen sind in diesem Bauwerk vermengt, hauptsächlich in dem Kreuzgange mit seinen eigentümlichen Arkaden. Der älteste Teil des Klosters ist das Südportal; es stammt aus dem XV. Jahrhundert. Die Kirche befindet sich im Besitze preiswürdiger Gemälde Tizians und Nikolaus Ragusanus’. — Weiter kommt man zu dem äußeren Ploce-Tor und steht alsbald im Freien. Hier sieht man das alte Karawanenlazaret (rechts) und den früheren sogenannten türkischen Bazar »Rastello« (links). Einige Bäume und ein Brunnen sowie interessante Typen aus dem Hinterlande, hauptsächlich der Herce-govina, beleben den sonst ziemlich verödeten Raum. Ausflüge. 1. Nach San Giacomo. Von der Porta Ploce aus auf der Chaussee und dann auf einem Seitenwege auf der Höhe der Küste in etwa '/i Stunde nach dem einstigen, im Jahre 1234 gegründeten Kloster. (Man erhält einen Imbiß und Wein.) Auf dem Wege herrliche Agaven. Der Ausblick auf Ragusa ist ganz unvergleichlich, namentlich bei Sonnenuntergang. — In der Nähe die Grotte des Magiers Bete (Mathematicus Marinus Ghetaldi), pittoreske Felsformation und Farbenspiele des Wassers (mit Boot vom Porto Cassone in >/4 Stunde zu erreichen). 2. Nach Breno. Dieser Ausflug ist nur per Wagen zu empfehlen. Die schöne Chaussee steigt hoch an der Küste empor und