190 22. Korfu. Weine, so den Vinn ä'Ithalca, den Vino di Ceffalonia und den einheimischen Vino di KorTcyra. Der Preis der Flasche wechselt zwischen Franken 1.50—2.50. Der besteist der Wein von CafFclonra, dann zunächst der von Ithaka, welch letzterer gleichfalls auf Caffelonia gewachsen ist, jedoch durch die an Odysseus erinnernde Benennung in den Augen des gebildeten Fremdlings ein besonderes Relief erhält. — Ein beliebtes Getränk ist auch das Ingwerbier, nach dem englischen Ginger-Beer korrumpiert Zinzibira genannt (das Glas 30 Oboli oder Centimes). Telegraph an der Spianata. Post am Beginne der Nikephorosstraße. Geld. Siehe die Einleitung S. 16. Wagen für Fahrten in der Stadt und in ihrem näheren Bereiche 3 bis-3Vü Franken die Stunde (akkordieren!). Boote. Es besteht kein festgesetzter Tarif. Die Benützung der Boote wird überdies kostspielig, wenn man weitere Strecken zur See zurücklegt. Die zum Teil., gut erhaltenen Straßen auf der Insel ermöglichen es, daß man wenigstens nach den Hauptpunkten mit dem Wagen sein Auslangen findet. Österreichisch-ungarisches Konsnlat (Konsul Graf Grenneville) Alla. Muraglia. Yachten für Vergnügungsfahrten bei G. A. Barff & Co. Ärzte: Giallina, Politi, Scarpa (letzterer für Nervenleiden). Bankiers: Fels & Co.; Nachmia. Theater: Im Winter italienische Operngesellschaft, Lesekabinett: Für kurze Zeit Einführung durch ein Mitglied; bei längerer Benützung Franken 5.— monatlich. Bibliothek: Im Gymnasium (Spianata), geöffnet von 10—1 Uhr. Photographien: Faruggici (gegenüber dem Hotel d'Angleterre). Ansichtskarten, in allen Tabakläden. — Vor Ankauf von Brief marken zu Sammelzwecken wird gewarnt, da sie vielfach gefälscht werden. Korfu (zirka 30.000 Einwohner) ist die schönste, für den Europäer gleichzeitig die angenehmste unter allen griechischen Inseln. Sie liegt den Häfen von Triest, Venedig’ etc. näher als irgend eine andere und kann nach etwas mehr als 48stündiger Seefahrt erreicht werden. Ganz besonders ist es das Klima, das der Stadt und der Insel einen vorzüglichen Ruf verschafft hat. Der verhältnismäßig größere Komfort, sowie die nahe Lage zu Italien verleihen ihr auch in der Touristenwelt eine großo Bedeutung und in der Regel gilt, daß, wer im südlichen Italien heimisch ist, auch über die >Insel der Phäaken« Auskunft zu geben weiß. Sicher bat, wenigstens bei den gebildeten Reisenden, auch die Phantasie ein Anrecht auf Korfu und wenn der Streit zwischen den Anhängern und Gegnern der Ansicht, ob Korfu das Scheria des Homer sei, unausgekämpft ist, wird gleichwohl jedermann die angenehme Illusion mit in Kauf nehmen, als beträte sein Fuß die durch die Mythe geweihten Stätten, wo Alkinoos mit seinen Phäaken geschaltet und der Dulder Odysseus durch die gütige Göttin Leukothea Rettung aus der Sturmnot fand. — Die Stadt selber, halb orientalisch, halb italienisch — so recht ein Mittelding zwischen Okzident und Orient — bietet wenig. Sie liegt auf einem verhältnismäßig kleinen Raum zusammengedrängt, hat meist steile und krumme Gassen und, außer der Esplanade (Spianata) am Meere, keinen Platz. Nur zwei größere Gassen: diq Nikephoros-