war durch lange Zeit eine der wichtigsten Zwischenstationen der Venezianer auf der Koute nach dem Orient. Die Pest hat sie im Jahre 1456 entvölkert, wovon sie sich nie wieder vollständig erholen konnte. Dadurch gewinnt die Stadt, deren Bauart mannigfach an venezianische Einflüsse erinnert, ein interessantes, altertümliches Aussehen. . . . Die einzige Merkwürdigkeit von Arbe ist der alte, aus dem XIII. Jahrhundert stammende Dom. Er enthält im Innern einen hübschen Ciborienaltar, beachtenswerte Chorstühle (eine venezianische Arbeit aus dem Jahre 1445), dann im Schatze unter anderem eine merkwürdige Area des hl. Christoph mit Eeliefs aus vergoldetem Siiberblech in getriebener Arbeit aus dem XII. oder XIII. Jahrhundert, ln dieser Area befindet sich der mit einer goldenen und einer silbernen Keifkrone gekrönte und überdies mit Geschmeide geschmückte Kopf des Heiligen. Unweit des Domes steht der 25 M. hohe Glockenturm aus dem XII. Jahrhundert. Wir erwähnen noch die Kirche der Benedik-tinerinnen, in welcher ein beachtenwertes Gemälde Bart. Vivarinis sich befindet. Sehr sehenswert ist die liuine der alten, aus dem XI. Jahrhundert stammenden Basilika S. Giovanni Battista, hauptsächlich wegen der nach antiken Mustern ausgeführten Mosaiken, welche sich im Fußboden stellenweise erhalten haben. Die noch vorhandenen Wandmalereien rühren von Andreas Alexi aus Durazzo (1451) her. — Im Garten des zirka Vj Stunde entfernten Klosters S. Eufemia steht die nördlichste Dattelpalme im Freien (gepflanzt 1805). Im weiteren Verlaufe der Seefahrt steuert der Dampfer in südlicher Richtung der Insel Pago zu. Weit linker Hand stellt sich der Velebit als reichgegliederte, in seiner Gesamtheit fast mauerartige Gebirgsschranke dar. Der Dampfer hält noch in Noraglia (hier ein zirka 2 Km. langer, in hartem Fels getriebener Tömischer Wasserleitungsstollen) und Valcassione — unansehnlichen Örtlichkeiten — an und erreicht alsdann Pago. Die Stadt gleichen Namens ist nicht sichtbar, da sie an der östlichen Seite liegt. Sie ist eine Gründung der Venezianer aus dem XV. Jahrhundert. Wer in Zara längeren Aufenthalt nimmt, möge nicht verabsäumen, der Insel wenigstens einen eintägigen Besuch zu widmen. Er wird zwar keine Naturschönheiten, wohl aber interessante römische Altertümer, hauptsächlich aber ein Bild von der höchst primitiven Lebensweise der dalmatinischen Insulaner und dem harten Kampfe, den sie mit der Sterilität des Bodens und der Lebenssorge in ihrer ergreifendsten Gestalt kämpfen, gewinnen. Hinter Pago gewinnt die Festlandküste an charakteristischem Gepräge. Während der Velebit weit zur Linken bleibt und eine