Dalmatien. 5 ausstoßen. Auch auf den Inseln finden sich periodische Seen, so der Blatta-See auf Curzola und der See auf Pago. Dalmatien hat im Verhältnisse zu seiner Größe sehr viele \ Sümpfe. Sie kommen an den Flüssen, vorzüglich an der Narenta und Cetina, aber auch an Bächen und Seen vor. Über die Hälfte des gesamten Sumpfterrains gehört der Narenta an, welche ihr Tal periodisch überschwemmt und dadurch weite Strecken versumpft, Die Narenta-Hegulierung hat diesem Übelstande bedeutend gesteuert. Außerdem gibt es Sümpfe: zwischen Nona und Grua, an der Zermanja bei Obrovac, im Tale von Knin, das »Petersfeld« (Petrovopolje) bei DernU, bei Scardona an der KerTca, bei Almissa. Man zählt in Dalmatien 50 größere Inseln und ungezählte Felsriffe (Scoglien). Die größten derselben sind: Arbe mit 168'7 Qu.-Km. Flächenraum; Pago mit 225 Qu.-Km.; Selve, XJlbo, Melada, Pasman, Isola lunga (oder Grosso), Incoronata, Bua, Solta, Brazza mit 371 Qu.-Km.; Lesina mit 450 Qu.-Km.; Lissa mit 113 Qu.-Km.; Curzola mit 494 Qu.-Km.; Lagosta mit 56 Qu.-Km. und Meleda mit 81 Qu.-Km. Das vielgenannte reizende kleine Eiland Lacroma bei Kagusa nimmt einen Flächenraum von nur 2 Qu.-Km. ein. — Die bedeutendste Halbinsel ist Sabioncello (sl. Peljesac — auch »La Punta« genannt), welche mit dem Festlande durch die Landenge von Stagno zusammenhängt und fast 70 Km. lang ist. Ihre größte Breite mißt 8'5 Km., ihre geringste Breite 3 Km. Einwohner. Dalmatien hat nach den Ergebnissen der Volkszählung von 1900 eine Bewohnerschaft von 591.797 Seelen; hiervon sind 94% slavischer, 5% italienischer Abstammung; es entfallen durchschnittlich 40 Einwohner auf den Quadrat-Kilometer, doch ist die Dichtigkeit je nach den einzelnen Bezirken eine sehr verschiedene. Am größten ist sie in den Amtsbezirken von Imoski und Cattaro, am geringsten in jenen von Benkovac und Sinj; die Inseln und das Küstenland sind am dichtesten, die Berggegenden am dünnsten bevölkert. Die Sprache der Slaven ist vorwiegend der serbische Dialekt mit einigen eigentümlichen Abweichungen. — Der Körperbeschaffenheit nach sind fast alle Dalmatiner von stattlicher Erscheinung, starkem Knochengerüst und wahrhaft stählerner Muskulatur. Desgleichen wäre die geistige Befähigung dieses Volkes nicht zu unterschätzen und wenn dermalen die Kulturstufe desselben nicht befriedigend ist, so kann dies nur auf Rechnung jahrhundertelanger Vernachlässigung seitens der Staatsgewalt gesetzt werden. Ganz besonders waren es die Venezianer, welche nicht den geringsten Wert auf die geistige und sittliche Erziehung der slavischen Bevölkerung legten.