1. Triest. 41 liehen Kuheplätzchen bis zur Haltestelle (80 M.) der Südbalm empor. Um die schönsten Parkpartien zu sehen, verfüge man sich von der Freitreppe, das Meer linker Hand, auf den Seitenweg, auf den man in Kürze zur Kapelle gelangt, in welcher ein aus dem Holze der alten Fregatte »Novara« geschnitztes Kreuz dem Andenken der Kaiserin Elisabeth gewidmet ist. Wendet mail sich von hier links abwärts, so kommt man auf eine Terrasse, welche einst als Standplatz für kleine Haubitzen benützt wurde. Links Ausblick auf das Schloß, rechts die Bucht von Grignano. Die wenigen Stufen hinabsteigend erreicht man eine hübsche Felsen-grotte, angeblich von der kaiserlichen Familie als Seebad benützt. — Man schlage nun den Weg zurück ein, bis zum Verwaltungsgebäude nächst dem Novarakreuze, an den Glashäusern vorbei, immer geradeaus, durchschreite den Gewächsgarten und das Tor, and wende hierauf links bergab, worauf nach wenigen Minuten das Hôtel Grignano erreicht wird (Seebad). Wer mit dem Dampfer kommt, erkundige sich beim Verlassen desselben, von wo aus der nächste Dampfer nach Triest zurückfährt, denn nicht alle Lokalboote verbleiben im Hafen von Miramar selbst; die gewöhnliche Abgangsstation ist Grignano. Duino und der Timavo. Wer Miramar in den ersten Morgenstunden besucht, kann mit diesem Ausfiuge den nach Duino verbinden. Die Eisenbahnfahrt geht bis zur Haltestelle Duino-Sistiana (nicht alle Züge halten!), also ohne Nabresina zu berühren (von hier nach Duino l1/* Gehstunden. Wagen nur auf vorhergegangene Bestellung beim Restaurateur der Südbahn). Duino, in entzückender Lage am Meere, besteht aus der Ruine des älteren und dem wohlerhaltenen jüngeren Schlosse und dem Orte (Hôtel-Pension Pleß). Zu dem alten Schlosse führt ein schmaler Felsgrat hinüber. Ein Turmrest und einiges Mauerwerk erzählen von vergangenem Glanz. Der Ursprung des Hauses der »Grafen von Duino« ist dunkel; wahrscheinlich begann es zu Anfang des XII. Jahrhunderts über das benachbarte Gebiet zu herrschen. Der vorletzte Bewohner des alten Schlosses war Graf Hugo, Stadthauptmann von Triest, unter dessen Regiment sich •die Stadt freiwillig dem Hause Habsburg unterwarf (1382). Bald nach ihm wurde die alte Warte verlassen und auf der Stätte eines römischen Turmes (Turm von Pucinum) das neue Schloß erbaut (XIV. Jahrhundert). Im XVI. und XVII. Jahrhundert gelangte es anfangs als Lehen, später durch Kauf in die Hände der Grafen Turn Valsassina. Jetzt ist es fürstlich Hoheulohescher Besitz. Das Innere zeigt durchweg palastartige Einrichtung; einzelne Räume enthalten sehenswerte Gemälde von Giambellino, Maratta, Pollidoro, Cima da Conegliano, Caravaggio, den beiden Palma und Tintoretto. Von der Haltestelle »Duino-Sistiana« führt der Weg rechts nach Duino, links nach Sistiana, einer reizenden Bucht mit hübschen Gartenanlagen und durch die Bemühungen des fürstlichen Hauses Hohenlohe im raschen Aufblühen begriffenes Seebad mit Hôtel und Kureinrichtungen. Von Duino ist eine halbe Stunde zum Timavo, dem von den ältesten Mythen verklärten Flusse. Er entquillt direkt der Küste und erreicht nach einem Laufe von wenig über 1 Km. Länge das Meer.. Barken befahren das Gewässer bis zum Ursprung herauf, der submarin ist und sich durch Aufquellen des Meeres