134 15. Von Hetkovic nach Mostar und Sarajevo. bauten ausprägt. Die Häuser des etwa 20.000 Einwohner zählenden Städtchens sind massiv aus Stein gebaut und mit Steinplatten gedeckt. Es gibt eine große griechische Kathedrale, eine katholische Kirche und über zwei Dutzend Moscheen, von denen freilich die meisten herzlich unbedeutend sind. Die Stadt ist reinlich; das harte Material, aus welchem die Straßen bestehen, verhindert die Bildung von Straßenkot. Geschichtliches. Auf der Stelle von Mostar befand sieb ein Standlager der Körner; doch bleibt es immerhin eine offene Frage, ob die Stadt als solche ein hohes Alter aufzuweisen hat. Andertium und Bistue, wofür man Mostar aus- Hotel Narenta in Mostar. gegeben, lagen erwiesenermaßen viel westlicher ; andere haben den Namen nach einer grammatisch unzulässigen slavischen Etymologie auf »Pons vetus« gedeutet, woraus auch ihre Annahme: die berühmte Narenta-BrücTce sei römischen Ursprunges, folgert. Sicher ist, daß Mostar unter Stepan, dem ersten Herzog der »Humska« (Herzegovina), erst zur Stadt und Residenz erhoben und mit Ringmauern versehen worden ist. Es ist bekannt, daß dieser Herzog, der den Mißvergnügten seines bosnischen Lehnsherrn Zuflucht in seinem Lande bot, durch sein passives Verhalten gegenüber der türkischen Invasion in Bosnien (1453) hauptsächlich Schuld an dem Untergänge des Königtums trug. Sein Land blühte indessen unter seiner Regierung, trotzdem er später der Pforte zinspflichtig wurde und einen seiner Söhne als Geisel stellen mußte. Im Jahre 1466 starb Herzog Stepan. Im Jahre 1483 ward die Humska türkische Provinz. Die größte Sehenswürdigkeit von Mostar ist die weiter oben erwähnte Brücke über die Narenta. Sie spannt mit einem einzigen Bogen über den Fluß. Die innere Höhe des Bogens mißt