18. Von Ragusa in das Hinterland. 165 Eiche. Reiche subtropische und mediterrane Vegetation. Der Hausherr verfügt Uber ein interessantes Fremdenbuch, in welches sich viele Personen von Rang und Ansehen eingetragen haben. Mehr noch als die Palmen Ragusas sind diese Platanen Mahner an den nahen Orient. Das Griechentum ganz besonders tritt uns in diesen Baumrepräsentanten nahe. Wir gedenken des Theophrast, der von einer Platane in der Nähe der Wasserleitung im Liceum bei Athen berichtet, die obgleich noch jung, doch schon Wurzeln von 33 Ellen Länge getrieben hatte. Pausanias sah mit eigenen Augen bei Pharä in Achaia am Müsse Peirus Platanen von solcher Größe, daß man in der Höhlung der Stämme einen Schmaus halten konnte und bei Kephyä die hohe und herrliche »Menelais« — die Platane des Menelaos — die dieser Held mit eigener Hand vor seiner Abfahrt nach Troja gepflanzt hatte. — Die berühmtesten Platanen der Gegenwart sind außer jenen von Cannosa: die Platane von Vostizza (dem alten Aeinon in Achaia), deren Stamm eine Elle vom Boden über 18 M. im Umfange mißt; die Platane von Stanchio (auf der Insel Kos), 10—12 M. im Umfange und ringsum gestützt und getragen von antiken Marmor-und Granitsäulen; die Platanen von /tujukdere (am Bosporus), unter welchen Gottfried von Bouillon auf seinem Marsche nach Palästina gerastet haben soll. 18. Von Ragusa in (las Hinterland. (Bahnfahrten.) Von Gravosa aus lassen sich mittels Eisenbahn folgende Ausflüge in das Hinterland, beziehungsweise nach Castelnuovo in der Bocche di Cattaro, unternehmen : 1. Von Gravosa über Uskoplje und Hum. nach Trebinje. 2. Von Hum nach Gabela (in der Strecke Metkovic—Mostar). 3. Von Uskoplje nach Castelnuovo (Zelenika). 1. Gravosa—Trehinje. Von Gravosa bis Uskoplje (k. k. österreichische Staatsbahnen), 16 Km., Fahrzeit 55 Minuten bis 1 Stunde 16 Minuten (für I. Klasse Kronen 1.72, II. Klasse Kronen 1.30). — Von Uskoplje über Hum nach Trebinje (Bosnisch-hercegovinische Staatsbahnen), 27 Km., Fahrzeit l Stunde 8 Minuten bis 1 Stunde 20 Minuten (für I. Klasse Kronen 1.60, II. Klasse Kronen 1,20,'. — (Wagenfahrt zirka 31/« Stunden, hin und zurück zirka Kronen 20.—.) Nach der Ausfahrt aus dem Bahnhofe von Gravosa wendet sich der Schienenweg sofort mit einer starken Kurve um das Vorgebirge, welches mit der gegenüberliegenden Küste die Einfahrt in das Omblatal bildet und hebt sich allmählich an der Südseite desselben über den Weilern S. Stefano und Cajkowidi bis zur Station Ombla. Prächtiges Panorama des gegenüberliegenden Gestades bis in den nahen Kanal von liozato, wo die Ombla aus der Felswand als ansehnlicher Strom hervorbricht (vgl. S. 162). — Nun wendet sich die Bahn nach Südosten, hoch über dem Gionchettotale, fortgesetzt ansteigend und erreicht die Station turnet—Gionchetto. Zur Rechten erstreckt sich das öde, klippige Bosanka-Plateau. — Im weiteren Verlaufe wendet di^ Bahn nach Osten, sodann, die Fahrstraße nach Trebinje querend, gegen Norden. An dem Knie liegt die Station Brgat (Bergato).