2. Von Triest nach Pola. 55 gründet wurde. Die Peroiesen bekennen sich zur griechischorientalischen Kirche und haben auch sonst ihre nationalen Eigentümlichkeiten bewahrt, unterscheiden sich aber vorteilhaft von ihren in Süddalmatien wohnenden Stammesbrüdern durch Regsamkeit, Reinlichkeit und Fleiß. Im Kanal von Fasana fand im Jahre 1379 eine Seeschlacht zwischen Genuesen nnd Venezianern statt, in welcher erstere Sieger "blieben. Der Name Fasana ist seit dem Jahre 18^6 auch dem binnenländischen Publikum bekannt, da es der gleichnamige Kanal war, in welchem Admiral Tegetthoff unmittelbar vor der Seeschlacht von Lissa sein Geschwader vereinigte und unter Kap Com-pare in Schlachtordnung rangierte, um dann gegen Lissa abzudampfen. Die nördlichste der Brionischen Inseln ist Brion Minore, die größere, vielfach durchbuchtete Brion grande. Bedeutende Öl- und Weinkultur. Hotel, neue Weganlagen, Gärten, Wasserleitung, elektrisches Licht. Empfehlenswerter Aufenthaltsort mit reizenden Spaziergängen. Der jetzige Besitzer ist in opferwilligster Weise bemüht, die Insel den fremden Besuchern so angenehm als möglich zu gestalten. Die Befestigung auf der höchsten Kuppe des Eilandes ist das Fort Tegetthoff. Das Eiland S. Girolamo, an dem der Dampfer hart vorübersteuert, hat große und altberühmte Steinbrüche. Hierauf Fola (siehe S. 65). Lokalbahn von Triest (St. Andrea) nach Parenzo. (153 Kilometer. Fahrzeit — es verkehren nur gemischte Züge und zwischen Triest und ßuje Motorwagen — 71/* Stunden, beziehungsweise 3 Stunden.) , ^ Diese Bahnfahrt vermittelt den Besuch der malerischesten Teile Istriens (im Nordwesten der Halbinsel), wozu vornehmlich die im Herzen des Landes liegenden Bergstädte, sowie das große Tal des Quieto-Flusses zu zählen sind. Die Bahn ist schmalspurig (75 Zentimeter Spurweite) und stellenweise von fast kühner Anlage. Da sie lokalen Zwecken dient, schmiegt sie sich dem Terrain möglichst an, erreicht wichtigere Örtlichkeiten oft auf einem weiten Umwege, wodurcli die vielen Serpentinen und die zickzackförmige Entwicklung der ganzen Linie motiviert erscheint. An mehreren Punkten nimmt sie den Charakter einer förmlichen Gebirgsbahn an, wie beispielsweise im Bereiche des oberen Quieto zwischen den Haltestellen Capagna, Piemonte, Portole, S. Stefano und der Station Montona. Nach der Abfahrt vom Bahnhofe von St. Andrea begleitet die Bahn bis hinter dem Hochofen der Krainischen Industrie-Gesellschaft die Staatsbahnlinie nach Herpelje-Kozina und schwenkt dann landeinwärts, wobei sie im großen Bogen die Bucht von Zaule umfährt. Die ersten Haltestellen sind Monte Castiglione und Zaule. In der Bucht hierselbst Salinen. — Weiterhin berührt die Bahn die Haltestelle Muggia (S. 37), wobei sie hart am Meeresufer verläuft. — Nun folgt eine Wendung nach Süden, das Meer entschwindet den Blicken, indem die Bahn die nach Westen weit vorspringende Halbinsel von Muggia abschneidet. Mit weitausgreifenden Serpentinen wird über die Haltestelle Scoffie die Station