1. Triest. 35 gekrönten Sarkophage bestehende Monument steht unter einer Bogenwölbung. Die Inschrift lautet: »Joanni Winclcelmanno, domo Stendelia, praef. monumentis Romae curandis, maxima politoris humanitatis laude florenti, qui adita Vindobona sedem honoris sui rependens manu advenae proditoris hac in urbe peremtus est« etc. Das über San Giusto liegende Kastell (Besuch nur gegen Erlaubnisschein seitens des Platzkommandos) wurde unter Friedrich IV. im Jahre 1680 fertiggestellt. Man genießt von den Wällen eine schöne Aussicht. Das Kastell bietet nichts Interessantes und was die Aussicht anbelangt, so ist sie nicht minder effektvoll vom Platze aus, der hart an die Eskarpemauer stößt. Von S. Giusto wähle man den Abstieg durch die Via della Cattedrale und die Via Trionfo. Rechts, wo sich die Via Riccardo öffnet, steht der Kest eines römischen Tores. Dann Abstieg durch die Via Sta. Maria Maggiore und Via Muda vecchia auf die Piazza grande. Die Umgebung von Triest. Die Bucht von Muggia. Mit dem Ausfluge nach dem reizenden Gelände von Muggia verbinde man einen Besuch des großartigen Lloyd-Arsenals, welches, nächst den Etablissements in Pola, das hervorragendste dieser Art im Bereiche der ganzen Adria ist. Das Arsenal befindet sich am Gestade von S. Andrea (Muggia gegenüber) und ist sowohl zu Fuß (schöner Spaziergang!), wie mit elektrischer Bahn zu erreichen. Auf dem Promenadewege (Passeggio di S. Andrea) dahin passiert man den Staatsbahnhof S. Andrea und gelangt nach kurzer Zeit zum Etablissement. Das Lloyd-Arsenal. Zur Besichtigung ist ein Erlaubnisschein seitens der Lloyd-Direktion nötig. Man erhält denselben ohne alle Formalitäten von einem der Bureaudiener am Eingänge. Der Besuch des Arsenals ist nur an Wochentagen, von Montag bis inklusive Freitag in den Stunden von 9—11 Uhr und von 2—4 Uhr gestattet. Dem Führer 1 Krone. Der Besucher meldet sich beim Portier im Stiegenhause und erhält hierauf einen Arsenaldiener als Führer zugewiesen. Derselbe pflegt in der Regel seinen Mentordienst sehr leicht zu nehmen und hält keine Ordnung in der Reihenfolge der Werkstätten etc. ein. Man trachte daher, wo möglich an die nachfolgende Ordnung sich zu halten. Nach Passierung des Stiegenhauses hat man das Administrationsgebäude vor sich. Es ist von vier Gebäuden umgeben, welche den Park zwischen sich haben. Das erste Gebäude rechts ist die Schlosserei; das gegen das Ufer hin anstoßende zweite Gebäude die Rnotswerfte (im ersten Stock der Saal für die Segelmacher). Das erste Gebäude links enthält die Apparate zur Montierung der Maschinen; in dem zweiten Gebäude ist die Ticshlerwerkstätte untergebracht. Hierauf (links) anstoßend an den Montierungsraum die Mechanische Werkstätte, die Maschinenbau-Werkstätte und die Gießereien. Parallel zu diesen langgestreckten Räumen laufen das Maschinenhaus und der Raum für die Mastenmacher; in dritter Parallel-Linie, gegen das Ufer hin (von der Gießerei ab), die Kesselschmiede, ein kleiner Raum für Kupferschmiede und Spengler, die Schiffsschmiede und zuletzt der Raum mit dem Dampfhammer. Der an dieser Bautengruppe und hart am Meere stehende Scheerenlcran dient zur Übertragung der Maschinen und anderer bedeutender Lasten vom Festlande an das hart an den Kai anlegende Schiff. Der zweite Abschnitt des Arsenals umfaßt die Werften, das Slip und das große Trockendock:, nebst verschiedenen kleineren Räumlichkeiten. Die Werfte schließt an die Gebäude an, in welehen die Schlosserei und die Bootswerfte unter-