8 Zur Geschichte von Dalmatien. steigt sie allmählich an, erreicht Vrlika, durchläuft hierauf dia gleichnamige Ebene, setzt über die Cetina auf der sogenannten Vukovió-Brücke, durchzieht die Gegend Poljane, läuft bei dem Kloster Dragovic vorbei, weiterhin am rechten Cetina-Ufer und betritt hierauf die Ebene von Sinj. Von hier führt sie durch die Landschaft Bernace nach Trilj, wo sie über die Cetina setzt. Von hier verläuft die Straße in ziemlich gerader Kichtung über die Gehöfte Jabuka, Harmendolac, Uljalne, Novaselia, Cattieni, Zeze-vica und Grabovac und quert den steilen Berg Turlak. Dann durchzieht sie mehrere kleine Ortschaften und erreicht Vergorac. Von hier zieht sie längs der steilen nördlichen Lehne des Prolog-Berges und zwischen den Seen Jezero und Rastoc nach Novosella, weiter nach Norin und gelangt nach Metkovic. Hierauf durchschneidet sie die frühere Enklave von Kiek, verläuft weiter über Imotika, Slano und Malfi wo sie in die Ombla-Bucht einbiegt und über Gravosa in Ragusa einmündet. Von Ragusa, eine Strecke hart am Meere laufend, macht sie bei Zitkovic die stärkste Ausbiegung nach Norden, berührt Gruda im Canali-Tale und durchzieht die Suttorina, um bei Castelnuovo zu enden. Von Zara aus führen Straßen nach Nono, Obrovac, Ben-kovac, Liäana, Kistanje, Knin und Scardona; von Kn in nach Derniä; von Dernis nach Roncislap und Scardona einerseits, anderseits nach Sebenico; durch das Tal des Cikola über Mué und Clissa nach Spalato; schließlich nach Verlika. Von Traii führt die von den Franzosen 1807 erbaute Strada maritima nach Spalato; ferner über Seglietto nach Rogosnica. Von Spalato führt eine mit leichtem Fuhrwerk befahrbare Straße nach Almissa. — Außerdem bestehen Straßenverbindungen für Fuhrwerke: zwischen Metkovic und Mostar; zwischen Ragusa und Trebinje; von Risano in die Krivoäie und von San Nicolo über Unter- und Ober-Ledenice durch den Paß Lepoglava nach der Hochebene von Dverzno, auf der die neuen Befestigungen der Krivoäie liegen; zwischen Cattaro und Traste; von Cattaro nach Cetinje; von Cattaro nach Bud.ua. Zur Geschichte von Dalmatien. In den ältesten Zeiten bildete Dalmatien einen Bestandteil des Illy-rischen Reiches, welches zwei Landgebiete umfaßte: Illyrica Graeca und Illyrica Barbara. Das illyrisehe Piratenunwesen, welches unter der Königin Teuta seinen Höhepunkt erreichte, zwang Rom zum Einschreiten. In einem Feldzuge von nur 30 Tagen ging zuerst Illyrien und dann Makedonien in römischen Besitz über. Indes waren die Römer keineswegs Herren des genannten Gebietes. Sie hatten hauptsächlich nur an der Küste festen Fuß gefaßt. Im Hinterlande verhielten sich namentlich die Dalmater hartnäckig gegen die römische Invasion. Ein Heer der Römer, welches sie bekriegen sollte, mußte unverrichteter Dinge umkehren. Ein zweites drang zwar in das feindliche Gebiet ein und zer- 168 v. Chr. 156