10. Zara. 105 fang gemacht, daß er die Anlage des Giardino pubblico ins-Leben rief. Im Jahre 1838 wurde die Wasserleitung vollendet, wodurch dem steten Wassermangel wenigstens teilweise abgeholfen wurde. An Stelle der alten Kingmauern sind Promenadewege getreten, deren angenehmste die Riva Nuova mit Blick auf die Insel Uglian mit dem dominierenden Fort S. Michele ist. »Blaiie-kovic-Park* (S. 108). — Seit 1895 ist die Stadt elektrisch beleuchtet. Die Warendampfer landen im alten Hafen, die Eildampfer am Molo der Neuen Rica. a) Besichtigung cler Stadt bei kurzem Aufenthalte. — Gang vom Landungsplätze an der neuen Riva über den Grünpltytz (Piazza delle Erbe). Gegenüber in der Mitte der bischöfliche Palast; links eine aufrechtstehende römische Siiule mit den noch an ihr hängenden Prangerketten; rechts, unmittelbar am bischöflichen Palast der Nebeneingang zum Dom, welcher gleichzeitig der Eingang in das Museum in der uralten Kirche S. Donato (siehe unten) ist. Sodann durch den interessanten mittelalterlichen Gang an der Taufkapelle (links) und der Sakristei (rechts) vorüber und durch die Domkirche auf den Domplatz, Calle Iarga und die Piazza dei Signori (Herrenplatz). Hierauf zum >Buoro d! Antonn«, einem fünfeckigen stattlichen Quaderbau und unweit hiervon die riesige Cisterne, »Die fünf Brunnen« (i cinque Pozzi) genannt. Da der öffentliche Garten sich in nächster Nähe befindet, steige man zu demselben empor. Die Aussicht über die Stadt und deren näheren Bereich gewährt immerhin eine angenehme Zerstreuung. •— Auf dem Kückwege durch die Via (lei Armamento, neben der großen Kaserne, zum neuen, monumentalen Madchenerzie}iungs-Institute (S. Demetiio), gelangt man wieder auf die neue Riva. — Die Besichtigung der Kirchen wird sich nach der Dauer des Aufenthaltes richten. Für den Fall einer solchen Besichtigung möge das unter b) Mitgeteilte zur Richt-schnur dienen. b) Besichtigung der Stadt bei längerem Aufenthalte. ■— Wer sieh längere Zeit in Zara aufhält, nehme vorerst Anlaß, die kirchlichen Bauten in Augenschein zu nehmen. Der hervorragendste unter denselben ist der Dom, eine große, dreischiffige romanische Basilika mit abwechselnder Säulen- und Pfeilerstellung in den Arkaden zwischen dem Hauptschiffe und den sehr schmalen Seitenschiffen. In der Nische des linken Seitenschiffes wurden erst kürzlich Freskomalereien aus dem XHI. Jahrhundert aufgefunden. Neben den beiden Seitenschiffen sind Emporen angeordnet mit neuaufgestellter (1902) Säulengalerie. Die Apsis ist geräumig. Von außen präsentiert sich namentlich die Fassade sehr wirkungsvoll. Entsprechend den Schiffen steigen von dem Mittelschiff ein