114 12. Yon Zara nach Sebenico. buchtenreicher, der Yelebit sinkt tiefer herab und verschwindet endlich gänzlich. Rechts bleibt ein schmaler Kanal zwischen der vorgenannten Insel und dem Eiland Pas man. Zwischen ihr und dem Festlande ist der Kanal mit Klippeneilanden reichlich versehen. Rechts von der Iusel Pasman sieht man bald hierauf den Kirchturm von Noviglano und eine kurze Strecke weiter den Ort Pasman selbst. Gegenüber auf der Festlandsküste: S. Philipo e Giacomo. Der Dampfer pausiert mehrere Felsklippen und gelangt nach Zaraveccliia. (siehe S. 109). Gegenüber auf der Insel Paäman das stattliche Klostergebäude von T/con, eine Gründung des kroatischen Königs Kreäimir III. Die Insel Pasman ist durch die kleine seichte Meerenge Sdrelaz von der Insel Uglian getrennt, liegt, wie diese, von Nordwest nach Südost parallel mit dem Festlande, von dem sie durch den Kanal von Zara geschieden ist. Außer dem gleichnamigen Hauptorte befinden sich noch folgende Ortschaften auf der Insel: Dobropoljana, Neviane und Merljane. Der Berg Bökolj (290 M.) und der Tkon (200 M.) sind die höchsten Punkte dieser sehr gebirgigen Insel. Hinter Zaraveccliia kommt man in eine zweite Scoglien-See; die Felsriffe bleiben rechts liegen und über sie hinaus sieht man in der Ferne die Küste der langgestreckten Insel Coronata. Gegenüber auf der Küste sieht man den hellen Häuserstreifen von Pacostina knapp an der See. Die Berge im Hintergründe — Ausläufer der Dinarischen Alpen — steigen nun abermals zu beträchtlicher Höhe empor. Es sind dies die Höhen, welche das norddalmatinische Plateau um Knin und zu beiden Seiten der Kerka durchziehen (Promina etc.). ... Es folgt Morter, auf der gleichnamigen Insel gelegen, welche mit dem Festlande durch eine Drehbrücke in Verbindung steht. Der schmale Kanal ist so seicht, daß nur kleine Barken ihn passieren können. Dieser Kanal heißt Stretto di Morter. — Die Insel ist sehr gebirgig, wrenig fruchtbar, dehnt sich von Nordwest nach Südost in einer Länge von 11*2 Km. und in einer Breite von 1*9 Km. aus. Außer dem gleichnamigen Hauptorte sind noch folgende Ortschaften: Beotina, Hranina; Stretto und Jezero. Die höchsten Punkte sind die Berge Radic (140 M.) und Prusika (122 M.). Südlich von Morter folgt ein ganzer Archipel von winzigen Eilanden, deren bedeutendstes die Insel Zlarin ist. Sie erstreckt sich in ihrer Längenachse von Nordwest nach Südost, ist 5’8 Km. lang und 1’9 Km. breit. Zlarin ist mit Weinreben und Olivenwäldern bepflanzt; die Bevölkerung befaßt sich hauptsächlich mit der Korallevfischerei. Die Korallen werden von Isola Coronata bis hinab nach Cattaro gefischt. Dieselben haften in einer Tiefe von 100—150 M. an den Felsen, 10—15 Km. von der Küste entfernt. — Die anderen Eilande sind: Zari, Terstinjak, Kapri, Zamajan, Provicio, Caprano (den Alten als die letzte liburnische Insel bekannt), deren Einwohner sich mit Schwammfischerei beschäftigen und liogosnica mit vorzüglichem Hafen.