XVI. Von Sebenico nach Trau. Die Seefahrt. 30 Seemeilen ä 1'852 Kilometer. Fahrt 3’/2 Stunden. Noe sagt von Sebenico, dass hier erst das eigentliche Dalmatien beginne. Zara — meint er ungefähr — sei noch verhältnismässig weiträumig und liege fast eben in grünem Gelände. Das amphitheatralisch aufgebaute Sebenico aber, mit seinem Knäuel enger Treppengassen und seiner Lage inmitten kahler Karstberge mache schon so recht jenen Eindruck des Italischen und zugleich Steinigen, der für grosse Theile Dalmatiens typisch sei. That-sächlich beginnt mit Sebenico der Übergang von den noch den liburnischen oder quarnerischen Charakter axxfweisenden Landschaften Nord-Dalmatiens zu den mitteldalmatinischen und vollzieht sich während einer Heise von kaum 56 Kilometern ziemlich plötzlich bei der Fahrt um die vielgenannte Punta Planka, wo die Knickung der Festlandküste aus der Süd- in die Ostrichtung das erste Moment zur Entstehung einer klimatisch begünstigten Biviera bot. Übrigens liegt die Punta Planka so ziemlich genau halbwegs zwischen Sebenico und dem ersten Hauptort jener Eiviera (Trau) und die Fahrt dahin theilt sich daher naturgemäss in zwei Hälften, deren jede ihre typischen Beize aufweist. Haben wir Sebenico verlassen und nach etwa zwanzig Minuten langer Fahrt durch den engen Canal S. Antonio den Canale di Sebenico erreicht, so fallen uns etwa 7 Kilometer im Süden jene hohen Riffscoglien auf, welche als Reste einer alten Landbrücke von der Festlandhalbinsel Ostrica zum Südcap (Punta Piat) der Insel Zlarin ziehen. Um dieses Cap vereint sich der Canal von Sebenico mit jenem von Zlarin, und nun haben wir zur Rechten nur mehr den kleinen Scoglio Kormorica