IN DEN RUINEN VON SALONA. 347 man südlich des Weges die ihrer Form nnd ihres Alterthums wegen sehenswerten, in ihrer Art vielleicht einzigen Reste des Baptisteriums einer aus dem I. Jahrhundert stammenden Stadtkirche, und bemerkt eine Anzahl schöner Mosaikböden, die noch heute wohl erhalten aussehen. Hier befand sich auch früher die in archäologischen Kreisen berühmt gewordene Darstellung zweier aus einer Schale trinkenden Hirsche mit der Inschrift: Sicut cervus desiderat ad fontes aquarum, ita anima mea ad te Deus! IÜ RUINEN VON SALONA. (Der grosse Friedhof.) (Wie der Hirsch nach der Wasserquelle lechzt, so strebt meine Seele zu Dir, o Herr!) Leider ist das interessante Stück schon vor längerer Zeit abhanden gekommen. Noch vor der Porta Capraria weist ein in neuerer Zeit aus antiken Fragmenten zusammengefügtes Doppelthor zum „Coe-meterium legis sanctae christianae“, und wir schreiten nun durch eine reizende, vom Director Bulic angelegte Eosmarinallee empor gegen Norden zu dem wichtigsten Theile des Salonitaner Ruinenfeldes. Zunächst fällt hier zur Rechten das Tusculum Bulic auf, ein hübsches, mit Verwertung antiker Fragmente erbautes Haus,