98 VON FIUME NACH ZARA. Abbazia (Opatija). Abbazia dürfte für die meisten Reisenden unter den Ausflügen, zu welchen von Fiume aus Gelegenheit ist, an erster Stelle stehen. Denn von dem schönen Erdenilecke, welchen im XIV. Jahrhundert die Benedictiner auserkoren, um die Abtei (Abbazia) San Giacomo zu errichten, ist ja 1882 — Dank den Anregungen des Reiseschriftstellers Noe und der Initiative des früheren Generaldirectors der Südbahn, Friedrich Schüler — jener Aufschwung der Adriaküste ausgegangen, welcher darauf ABBAZIA. abzielt, die herrlichen Gestade bis nach Cattaro hinab in eine Riviera von Fremdenstationen für alle Jahreszeiten umzugestalten. Eine reizende Seefahrt, welche erst das Hafenbild von Fiume, dann die noch einsame Nordküste des Quarnero bis zur rothen Felsbucht von Preluka und zu dem alterthümlichen Orte Yolosca erschliesst, bringt in einer Stunde zu dem kleinen Hafen von Abbazia hinüber, wo man direct von der klippigen Küste hinweg das Promenade-Centrum des Weltcurortes betritt: den 1844 von Ritter v. Scarpa angelegten Park, dessen exotische Gewächse sich seither zu sehenswerther Grösse herangewachsen haben. Im Park steht die Villa Angiolina, die schon 1830 von der Kaiserin Maria Anna, und in den Achtziger-Jahren vom Krön-