366 VON SPALATO NACH SINJ UND IMOSKI. Bei Ugljane geht die Strada Maestra rechts ab, erreicht 3 Kilometer hinter Katuni (21 Kilometer von Ugljane) die Abzweigung der Strasse nach Duare (Zadvarje) und Makarska und bringt nach weiteren 16 Kilometern nach Zagvozd, wo eine Querstrasse östlich (links) nach Imoski abzweigt. (Siehe vorigen Abschnitt.) Von Zagvozd ersteigt die Strada Maestra den Turijapass (über 700 Meter) und führt südlich in zahlreichen Windungen herab nach Zupa (14 Kilometer von Zagvozd), vorbei an einer Stelle, wo der Reisende einst Folgendes lesen konnte: Unter dem Kaiser Napoleon dem Grossen und der Führung des Vicekönigs Eugen von Italien, während in Dalmatien Yittorio Dandolo Proweditore war, und als Befehlshaber der Armee Marschall Marmont fungierte, unter der technischen Leitung des G-eneral Blanc ard und Assistenz der Ingenieure Grljic undZavoreo und mit Zuhilfenahme des gesammten Landes Dalmatien wurde in den Jahren 1806 bis 1809 diese Strasse gegraben, die von der croatischen bis zur albanischen Grenze 250 geographische Meilen lang ist. Dieser neu geschaffenen Strasse wurde der Name „Strada Napoleone“ verliehen. Jetzt besteht diese Inschrift nicht mehr, da sie der österreichische General Danase abschleifen liess (wofür er vom Kaiser Franz getadelt worden sein soll); dagegen trifft man 7 Kilometer südlich von Zupa bei der Abzweigung der Rodic-Strasse eine neue Gedenktafel, welche an den Bau dieser Strasse erinnert. (Siehe Seite 58.) Vom Rodic-Monument fährt man 17 Kilometer bis Vrgorac, wo die Strasse den Nordosthang jenes zum Theil die Grenze gegen die Hercegovina bildenden Gebirgskammes betritt, der zur Ebene von LjubuSki abdacht und stundenlang eine prächtige Ausschau bietet, welche sich um die herce-govinische Stadt Ljubuski und ihre weisse Schlossruine gruppiert. Endlich tritt die von Vrgorac fort südöstlich verlaufende Strasse in das Gebiet der Winterseen der Narenta und der Karstberge und während rechts noch der Saum der Letzten fortläuft, sieht man links unten den Maticabach später den Norinofluss, und die weite Narenta-Ebene. In diese spitzt endlich unser Karstgehänge zur Rechten aus und wir übersetzen beim Norinothurm die Narenta auf einer fliegenden Brücke, um am linken Ufer des Flusses gegen Metkovic zu fahren, das sich um den Fuss eines von Süden in die Narenta-Ebene vorspringenden Cap gruppiert. (Die Eisenbahnstation liegt an dem mit dem Südufer durch eine moderne Brücke verbundenen Nordufer.) 1 1 Siehe auch Capitel XXI „Ausflüge von Metkovic“.