248 VON SEBENICO NACH KNIN. höherer Schichten auf der Oberfläche der tieferen, oder es haben besonders harte Gesteinslinsen thurm- und festungsartige Formen hinterlassen, sogenannte Ruinenreliefs, wie solche besonders längs der von Miocic östlich führenden Strasse zu finden sind. Auch die Formation der Plattenfelder ist sehr ausgebildet, unter anderem im Süden des Berges Mioöic und in der Umgebung der Jelica Glava. Die Plattenkalke bilden meist kahle, nur an wenigen Stellen mit dichterem Gestrüpp bewachsene steinige Flächen; der zwischen ihnen vorkommende Dolomit dagegen, der bald weiss und körnig, bald grau und mürbsandig ist, formiert hügelige mit hellgrüner, wenn schon magerer Grasnarbe bedeckte Inseln. Hinsichtlich der jüngeren Kreide-(Rudisten-)Kalke, die im Osten des Petrovopolje meist als Lappen (Denudationsreste) dem Plattenkalk aufliegen und der Eocän-Formation (Prominamergel, Prominaconglomerate), sei hier auf den Abschnitt „Der Monte Promina“ hingewiesen. Letztere Schichten wurden noch von dem grossen Faltungs- und Gebirgsbildungsprocesse betroffen; die späteren Ablagerungen, welche den ganzen Ostrand des Petrovopolje begleiten (Hügel Kadina Glavica östlich von Drnis 336 Meter), gehören dagegen schon dem Jungtertiär (Neogen) an. Es sind wohlgeschichtete, gegen die Ebene sanft abfallende graugelbe Mergelschiefer, welche stellenweise mit sandigem conglomeratischem Gestein, stellenweise mit weichen Mergellagen und blauen Thonschichten wechseln, und eine aus einem Süsswasser-see der Pliocänzeit niedergeschlagene Fauna enthalten (Arten: Melanopsis, Helix, Pyrgula, Neritina, Planorbis). Der Monte Promina. Im Gebiet der Promina-Gruppe treten Triasgesteine nur in vereinzelten Aufbrüchen an der Gebirgsbasis zutage, wie z. B. Rauhwacken am Südfuss unfern der Eisenbahnstation Drniä. Die Formation des Jura fehlt, jene der Kreidezeit ist durch den Rudistenkalk vertreten, der mehrere ausgezeichnete Vorkommen aufweist. So liegt zwischen dem Promina und dem Krka-See bei Bobodol das Hauptverbreitungsgebiet des weissen Rudistenkalkes; es kommen ferner im Norden der Promina Velika ebenso wie an der Nordseite des Kozjak-Grates Conglomerate aus weissem Rudistenkalk vor, die durch eine ziegelrothe Masse verkittet sind und als jüngstes Schichtglied der Kreideformation gelten. Ein anderes Vorkommen bietet die Schlucht an der Ostseite des Sattels zwischen der grossen und kleinen Promina, wo man in Form ausgewitterter, radiär gestreifter Ringe bis zu 2 Zoll Durchmesser Querschnitte von Rudistenschalen und zeitweise auch längsgestreifte Seitenabdrücke dieser kuhhornähnlichen fossilen Muschel findet. Unmittelbar auf der Kreide lagern die Cosinaschichten. Sie sind als harte kieselige Kalke mit muschligem Bruch entwickelt und entfalten eine mässig reiche Fauna, in welcher Potamiden, Melaniden und insbesonders Hydrobien vorherrschen. Die Farbe dieser Stisswasserkalke ist ein blasses