104 ZARA. ziert. Die Mauern waren bis 1868 mit Kanonen armiert; in jenem Jahre aber wurde Zara zur offenen Stadt erklärt und nun wan-derte die Armatur ins Zeughaus, während die Mauern theils verschwanden und der Häuserflucht längs der Riva Nuova Platz machten (Westseite der Stadt am Canal von Zara), theils in jene schattigen Hochpromenaden an der Ostseite der Stadt umgewandelt wurden, in welchen man zur Eiva vecchia hinabblickt. Dem Fremden ist der Spaziergang rund um Zara sowohl behufs allgemeiner Orientierung, als deshalb sehr zu empfehlen, weil sich auf dem Wege eine Reihe hübscher, abwechslungsreicher Veduten erschliesst. So sieht man z. B. von der Promenade nordwärts auf die Riva vecchia und den Hafen hinab und darüber hinaus auf die gartenreichen Vorstädte Cereria und Barcagno, hinter welchen sich die Hochebene weit hin bis zu dem noch im Frühsommer schneebedeckten Velebit zieht; gegen Nordwest flutet der, durch die Pracht seiner sommerlichen Sonnenuntergänge berühmte Golf und erstreckt sich hinterm Leuchtthurm der Punt’ amica, die mit Olivenwäldern bedeckte Riviera von Diklo; im Westen steigt die Insel Ugljan von einer mit Ortschaften besäten Küste zu einer Flucht von Berggupfen auf, aus welchen sich das charakteristische krönchenartige Castell S. Michele hervorhebt; gegen Süden und Südosten endlich, wohin man den besten Ausblick vom Blazekovic-Park hat, weitet sich ein üppig cultiviertes Blachfeld, zu welchem der einen Kilometer entfernte Borgo Erizzo den interessanten Vordergrund liefert. An den Rundgang um Zara wird man dann einen Spaziergang in Zara schliessen, um von der allgemeinen Physiognomie der Stadt und ihren wichtigen Bauwerken einen Begriff zu bekommen. In den Gassen Zaras. (Siehe den Plan.) Manche Dampfer legen an der Riva Nuova an, wo man die Seefront von Neu-Zara vor sich hat, d. h. eine Flucht stattlicher, moderner Häuser, welche vom Post- und Telegraphenamt südlich an der Anlage Giardino Publico vorbei zum Militär-Commando führt. Diese RivaNuova ist circa 800 Meter lang und soll in